Weingut Kerschbaum

Weingut Kerschbaum
Copyright: Kerschbaum

Das Weingut Kerschbaum ist ein familiengeführter Weinbaubetrieb in Horitschon im österreichischen Mittelburgenland. Paul Kerschbaum gründete das heutige Weingut 1989 mit der Abfüllung eigener Flaschenweine. Sein Sohn Michael Kerschbaum übernahm später die Leitung und entwickelte insbesondere die Rotweinproduktion weiter.

Der Betrieb bewirtschaftet nach eigenen Angaben rund 35 Hektar Rebfläche. Im Mittelpunkt steht Blaufränkisch, eine für das Mittelburgenland charakteristische rote Rebsorte. Zu den wichtigsten Herkunftslagen gehören die Rieden Dürrau und Hochäcker, deren unterschiedliche Bodenverhältnisse die Grundlage für eigenständige Rotweine bilden.

Neben reinsortigen Blaufränkisch-Weinen produziert Kerschbaum verschiedene Rotweincuvées wie Impresario, Opera und Cuvée Paul Kerschbaum. Charakteristisch sind die sorgfältige Traubenverarbeitung, unterschiedliche Formen der Maischegärung und die Reifung in Eichenholzfässern. Das Weingut verfügt nach eigener Darstellung über rund 850 Barriquefässer.

Geschichte und Entwicklung des Weinguts

Die Geschichte des heutigen Weinguts Kerschbaum beginnt 1989, als Paul Kerschbaum mit der eigenständigen Flaschenabfüllung seiner Weine begann.

Sein Interesse galt insbesondere kräftigen und länger reifenden Rotweinen. Statt auf eine möglichst frühe Trinkreife konzentrierte er sich auf Weine, deren Eigenschaften sich durch eine längere Lagerung entwickeln können.

Damit setzte Paul Kerschbaum innerhalb des Familienbetriebs einen Schwerpunkt, der die weitere Ausrichtung wesentlich beeinflusste.

Paul Kerschbaum und die Entwicklung des Rotweinstils

Paul Kerschbaum wird in der offiziellen Betriebsgeschichte als Wegbereiter des modernen Blaufränkisch-Ausbaus im Mittelburgenland beschrieben.

Sein Ansatz bestand darin, die natürlichen Voraussetzungen der Horitschoner Weinberge mit gezielten Verfahren der Kellerwirtschaft zu verbinden.

Besonders der Ausbau in kleinen Eichenholzfässern wurde zu einem wichtigen Bestandteil der Weinproduktion.

Die dokumentierte Entwicklung lässt sich in mehreren Schwerpunkten zusammenfassen:

◼ 1989 – Beginn der Flaschenabfüllung: Paul Kerschbaum begründete das heutige Weingut und entwickelte eine eigenständige Rotweinproduktion.

◼ Spezialisierung auf Blaufränkisch: Die regionale Rebsorte wurde zu einem wesentlichen Bestandteil des Sortiments.

◼ Ausbau in Eichenholzfässern: Die Reifung im Barrique entwickelte sich zu einem charakteristischen Verfahren des Betriebs.

◼ Weiterentwicklung der Weinlinien: Neben reinsortigen Weinen entstanden eigenständige Rotweincuvées.

◼ Generationenwechsel: Michael Kerschbaum übernahm die Leitung des Familienbetriebs von seinem Vater Paul.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Entwicklung ist die bewusste Reifung der Weine. Das Weingut beschreibt den von Paul Kerschbaum geprägten Stil als kraftvoll und füllig, zugleich aber ausgewogen in der Säurestruktur.

Die nächste Generation übernimmt

Mit Michael Kerschbaum übernahm die nächste Generation die Verantwortung für den Familienbetrieb.

Er führt den von seinem Vater entwickelten Rotweinstil fort und beschäftigt sich insbesondere mit der Weiterentwicklung der Weinbereitung.

Dabei stehen die Rebsorte Blaufränkisch, die unterschiedlichen Herkunftslagen und die Möglichkeiten des Holzfassausbaus weiterhin im Mittelpunkt.

Der Generationenwechsel bedeutete somit keine grundlegende Abkehr von der bisherigen Ausrichtung, sondern eine Weiterentwicklung der bestehenden Weinproduktion.

Die Menschen hinter den Weinen

Paul Kerschbaum – Gründer und Blaufränkisch-Winzer

Paul Kerschbaum gründete das heutige Weingut im Jahr 1989.

Die offizielle Familiengeschichte beschreibt ihn als einen der prägenden Winzer des modernen Rotweinbaus im Mittelburgenland.

Seine Arbeit konzentrierte sich insbesondere auf die Herstellung kräftiger Blaufränkisch-Weine und den Ausbau in Eichenholzfässern.

Die Verwendung von Barriques war dabei ein wichtiger Bestandteil seines Weinbereitungskonzepts.

Durch die Entwicklung eigenständiger Rotweine und Cuvées legte Paul Kerschbaum die Grundlage für das heutige Sortiment.

Michael Kerschbaum – Betriebsleiter und Chefönologe

Michael Kerschbaum führt das Familienweingut heute als Geschäftsführer und Chefönologe.

Als Chefönologe beschäftigt er sich mit den fachlichen Entscheidungen der Weinbereitung. Dazu gehören die Verarbeitung der Trauben, die Gärung und die weitere Entwicklung der Weine während der Reifung.

Er setzt die von seinem Vater begründete Ausrichtung fort und verbindet sie mit eigenen Vorstellungen von Weinqualität und Kellertechnik.

Seine dokumentierten Schwerpunkte umfassen:

◼ Betriebsleitung: Verantwortung für die Weiterentwicklung des Familienweinguts.

◼ Kellerwirtschaft: Fachliche Leitung der Weinproduktion als Chefönologe.

◼ Blaufränkisch: Beschäftigung mit der wichtigsten Rebsorte des Betriebs.

◼ Weiterentwicklung der Weine: Anpassung von Produktionsverfahren und Ausbaukonzepten.

Stephanie und Gabriele Kerschbaum

Neben Paul und Michael Kerschbaum gehören weitere Familienmitglieder zum Betrieb.

Stephanie Kerschbaum unterstützt Michael sowohl privat als auch beruflich. Als Quereinsteigerin in die Weinbranche übernimmt sie insbesondere organisatorische Aufgaben.

Dazu gehören Kundenbetreuung, Fakturierung und Büroarbeit.

Gabriele Kerschbaum, die Ehefrau von Paul, ist ebenfalls eng mit dem Familienweingut verbunden.

Sie arbeitet gerne in den Weingärten und ist darüber hinaus als Volksschullehrerin tätig.

Das Team hinter der Weinproduktion

Der Familienbetrieb wird von langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt.

Die offizielle Teamvorstellung nennt unter anderem:

◼ David Raidl: Vertriebsleitung und Betreuung der Vertriebspartner.

◼ Alexander Wapp: Mitarbeit in der Kellerwirtschaft.

◼ Jenö Jerkö: Traktorarbeiten und technische Aufgaben.

◇ Josif und Sane Shqau: Langjährige Mitarbeit im Weingartenteam.

◇ Erna Kerschbaum: Unterstützung bei unterschiedlichen Tätigkeiten, insbesondere im Weingarten.

Die Aufgabenverteilung zeigt, dass die Weinproduktion neben der Familie auf einem festen Team aus Keller-, Weingarten-, Vertriebs- und Verwaltungsmitarbeitenden beruht.

Herkunft, Weinberge und Terroir

Das Weingut Kerschbaum befindet sich in Horitschon im Mittelburgenland.

Die Weinregion ist besonders eng mit der Rebsorte Blaufränkisch verbunden und wird deshalb häufig als Blaufränkischland bezeichnet.

Die klimatischen Bedingungen sind durch warme Sommer und zahlreiche Sonnenstunden geprägt. Hinzu kommen unterschiedliche Bodenverhältnisse, insbesondere lehmige, tonreiche und teilweise kiesige Böden.

Kerschbaum bewirtschaftet rund 35 Hektar Rebfläche. Zu den dokumentierten Herkunftslagen gehören Dürrau und Hochäcker.

Ried Dürrau – tiefgründige Lehmböden und alte Rebstöcke

Die Ried Dürrau gehört zu den besonders hervorgehobenen Weinbergslagen des Weinguts.

Ihre Böden sind tiefgründig und besitzen einen hohen Lehm- und Tonanteil.

Der Betrieb beschreibt außerdem einen hohen Eisengehalt, der sich durch rostbraune Verfärbungen im Boden erkennen lässt.

Diese Bodenstruktur besitzt eine ausgeprägte Fähigkeit zur Wasserspeicherung.

Besonders während trockener Vegetationsperioden kann gespeichertes Bodenwasser für die Reben von Bedeutung sein.

Die wichtigsten Merkmale der Ried Dürrau sind:

◼ Standort: Horitschon im Mittelburgenland.

◼ Boden: Tiefgründiger Lehm mit hohem Tonanteil.

◼ Eisengehalt: Sichtbar durch rostbraune Verfärbungen im Boden.

◼ Wasserspeicherung: Die tonreichen Böden können größere Mengen Wasser zurückhalten.

◼ Rebalter: Die Blaufränkisch-Rebstöcke erreichen nach Betriebsangaben teilweise ein Alter von bis zu 70 Jahren.

Die Ried Dürrau ist die Herkunft des eigenständigen Blaufränkisch Ried Dürrau.

Das Weingut beschreibt die daraus entstehenden Weine als kräftig, würzig und von einer ausgeprägten Struktur geprägt.

Ried Hochäcker – Lehm, Löss und Kies

Die Ried Hochäcker ist nach Angaben des Betriebs dessen größte Weinbergslage.

Die Bodenverhältnisse unterscheiden sich deutlich von jenen der Ried Dürrau.

Im oberen Bereich bestehen die Böden aus einem Gemisch aus Lehm und Löss. In tieferen Schichten geht dieses Material in kiesigen Untergrund über.

Dadurch besitzt die Riede eine andere Wasserdurchlässigkeit als die stark tonhaltigen Böden der Dürrau.

Besonders während trockener Witterungsperioden kann die geringere Wasserspeicherung eine Herausforderung darstellen.

Der Betrieb hat deshalb ausgewählte Blaufränkisch-Reben mit kleineren Beeren gepflanzt.

◼ Boden: Lehm und Löss über kiesigem Untergrund.

◼ Wasserdurchlässigkeit: Höher als bei den stark tonhaltigen Böden der Dürrau.

◼ Rebsorte: Blaufränkisch.

◼ Rebselektion: Ausgewählte kleinbeerige Blaufränkisch-Reben.

◇ Weinstil: Das Weingut beschreibt die Weine dieser Lage als elegant und pfeffrig-würzig.

Die unterschiedlichen Standorteigenschaften verdeutlichen die Bedeutung der einzelnen Rieden für das Sortiment.

Weinbauphilosophie und Arbeitsweise

Die Weinbauphilosophie des Weinguts Kerschbaum orientiert sich an der sorgfältigen Bewirtschaftung seiner Weinberge und einer gezielten Verarbeitung des Traubenmaterials.

Der Betrieb legt nach eigener Darstellung großen Wert auf Handarbeit und die Berücksichtigung natürlicher Standortbedingungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der schonenden Vinifikation und der Reifung im Holzfass.

Arbeit in den Weinbergen

Kerschbaum beschreibt die Bewirtschaftung seiner 35 Hektar Rebfläche als langfristig ausgerichtet.

Viele Arbeitsschritte werden händisch durchgeführt.

Nach Angaben des Betriebs soll dadurch eine schonende Bearbeitung der Böden und Trauben ermöglicht werden.

Die dokumentierten Schwerpunkte sind:

◼ Handarbeit: Zahlreiche Tätigkeiten im Weinberg erfolgen manuell.

◼ Standortbezogene Rebsortenwahl: Insbesondere Blaufränkisch wird entsprechend den unterschiedlichen Bodenbedingungen kultiviert.

◼ Ausgewählte Rebselektionen: In der Ried Hochäcker werden kleinbeerige Blaufränkisch-Reben eingesetzt.

◼ Bewirtschaftung älterer Rebanlagen: In der Ried Dürrau stehen teilweise bis zu 70 Jahre alte Reben.

Diese Maßnahmen gehören zur beschriebenen betrieblichen Arbeitsweise.

Schonende Vinifikation

Bei der Weinbereitung setzt Kerschbaum unterschiedliche Verfahren der Maischegärung ein.

Die Maischegärung ist ein wesentlicher Bestandteil der Rotweinherstellung. Dabei bleiben Traubenschalen und weitere feste Bestandteile während der Gärung mit dem Most in Kontakt.

Die Dauer dieses Kontakts beeinflusst unter anderem die Extraktion von Farbstoffen und Gerbstoffen.

Für verschiedene Weine nennt das Weingut unterschiedliche Maischestandzeiten.

◼ Blaufränkisch 2023: 14 Tage Maischegärung.

◼ Blaufränkisch Ried Dürrau 2023: 21 Tage temperaturgesteuerte Maischegärung.

◼ Opera 2022: 24 Tage spontane Maischegärung.

Die Verfahren unterscheiden sich somit abhängig von Wein und Jahrgang.

Holzfassausbau und Reifung

Ein besonderes Merkmal der Kerschbaum-Weine ist der umfangreiche Einsatz von Eichenholzfässern.

Das Weingut verfügt nach eigener Angabe über rund 850 Barriquefässer.

Je nach Wein werden gebrauchte Barriques, neue kleine Eichenholzfässer und größere Holzfässer verwendet.

Die dokumentierten Ausbauverfahren zeigen deutliche Unterschiede:

◼ Blaufränkisch 2023: Ausbau in mehrfach gebrauchten Barriques und großen ovalen Eichenfässern.

◼ Blaufränkisch Ried Dürrau 2023: 15 Monate Ausbau, vorwiegend in neuen Barriques und großen Holzfässern.

◼ Opera 2022: 18 Monate Reifung in neuen 500-Liter-Eichenfässern.

◇ Biologischer Säureabbau: Wird bei ausgewählten Rotweinen im Holzfass durchgeführt.

Die unterschiedlichen Fassgrößen und Reifezeiten ermöglichen es, die Weinbereitung gezielt auf die einzelnen Weine abzustimmen.

Die Weine des Weinguts Kerschbaum

Das Sortiment wird insbesondere von Blaufränkisch und Rotweincuvées geprägt.

Daneben werden unter anderem Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon verarbeitet.

Auch Weißweine aus Chardonnay und Grünem Veltliner sowie Rosésekt gehören zum dokumentierten Angebot.

Blaufränkisch – die wichtigste Rebsorte

Blaufränkisch steht im Mittelpunkt der Weinproduktion.

Das Weingut bietet unterschiedliche Varianten an, darunter klassische Sortenweine und eigenständige Riedenweine.

◼ Blaufränkisch 2023: Ein klassischer Rotwein mit 14 Tagen Maischegärung und Ausbau in gebrauchten Barriques sowie großen Eichenfässern.

◼ Blaufränkisch Ried Hochäcker 2023: Ein Lagenwein aus Lehm-, Löss- und Kiesböden.

◼ Blaufränkisch Ried Dürrau 2023: Ein Wein aus tiefgründigen, tonreichen Böden mit längerer Maischegärung und Holzfassreifung.

Die Weine unterscheiden sich insbesondere durch ihre Herkunft und die dokumentierten Kellerverfahren.

Blaufränkisch Ried Hochäcker

Der Blaufränkisch Ried Hochäcker 2023 stammt aus der größten dokumentierten Weinbergslage des Betriebs.

Die offizielle Weinbeschreibung nennt eine dunkel rubingranatrote Farbe mit violetten Reflexen.

Als aromatische Eigenschaften werden dunkle Beeren, Fruchtsüße und Holzwürze im Nachhall beschrieben.

Der Ausbau erfolgte überwiegend im Holzfass.

Nach Einschätzung des Weinguts erreicht dieser Wein bei geeigneter Lagerung nach ungefähr drei Jahren eine besonders günstige Trinkreife.

Blaufränkisch Ried Dürrau

Der Blaufränkisch Ried Dürrau 2023 wird ausschließlich aus Trauben dieser Horitschoner Einzellage hergestellt.

Für den Wein dokumentiert Kerschbaum eine temperaturgesteuerte Maischegärung über 21 Tage.

Der biologische Säureabbau wurde ausschließlich in Holzfässern durchgeführt.

Anschließend erfolgte eine Reifung von 15 Monaten.

Die offiziellen Verkostungsangaben nennen:

◼ Aromatik: Würzige Noten sowie Nuancen von Nougat und Kokos.

◼ Struktur: Körperreicher Rotwein mit einer ausgeprägten Textur.

◇ Holzeinfluss: Die Beschreibung hebt gut eingebundene Eichenholznoten hervor.

Der Wein steht damit für die Verbindung der Ried Dürrau mit einer längeren Holzfassreifung.

Rotweincuvées aus dem Mittelburgenland

Neben reinsortigen Blaufränkisch-Weinen gehören verschiedene Cuvées zum Sortiment.

Bei einer Cuvée werden unterschiedliche Rebsorten miteinander kombiniert. Welche Sorten verwendet werden und in welchem Verhältnis sie enthalten sind, hängt vom konkreten Wein und Jahrgang ab.

Opera – Blaufränkisch und Merlot

Die Opera 2022 ist eine Cuvée aus Blaufränkisch und Merlot.

Die dokumentierte Zusammensetzung besteht aus:

◼ 60 Prozent Blaufränkisch

◼ 40 Prozent Merlot

Für diesen Jahrgang wurden die Trauben selektiv von Hand gelesen.

Anschließend erfolgte eine spontane Maischegärung über 24 Tage.

Der Wein reifte danach 18 Monate in neuen Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern.

Diese lange Reifephase gehört zu den konkreten Herstellungsmerkmalen der Opera 2022.

Cuvée Impresario

Die Cuvée Impresario gehört ebenfalls zu den Rotweinlinien des Hauses.

Blaufränkisch bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Cuvée. Ergänzt wird sie durch weitere rote Rebsorten, darunter Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon.

Der Ausbau erfolgt nach den veröffentlichten Produktinformationen in neuen Holzfässern.

Die offiziellen Verkostungsbeschreibungen nennen dunkle Beeren, schwarze Johannisbeeren, Kirschen und dezente Schokoladennoten.

Cuvée Paul Kerschbaum

Die Cuvée Paul Kerschbaum 2021 ist eine Rotweincuvée aus zwei internationalen Rebsorten.

Die Zusammensetzung ist auf der offiziellen Produktseite eindeutig dokumentiert:

◼ 50 Prozent Cabernet Sauvignon

◼ 50 Prozent Merlot

Die Weinbeschreibung nennt eine dunkel rubingranatrote Farbe, violette Reflexe und eine leichte Aufhellung am Rand.

Die Cuvée erweitert das Sortiment um eine eigenständige Kombination zweier international verbreiteter Rotweinrebsorten.

Weißweine und Sekt

Obwohl Rotweine das Profil des Weinguts bestimmen, produziert Kerschbaum auch Weißweine und Rosésekt.

Chardonnay Reserve

Der Chardonnay Reserve 2022 stammt aus der Einzellage Katerstein bei Kleinhöflein.

Die Gärung und die anschließende zehnmonatige Lagerung erfolgten in neuen Holzfässern.

Die offizielle Weinbeschreibung nennt nussige und florale Noten, Fruchtigkeit sowie eine lebendige Säurestruktur.

Damit besitzt dieser Chardonnay ein klar dokumentiertes Ausbauverfahren.

Grüner Veltliner Reserve

Auch Grüner Veltliner Reserve gehört zum Weißweinsortiment.

Für die dokumentierte Abfüllung werden Trauben aus der Lage Kirchholz verwendet.

Das Weingut nennt rund 80 Jahre alte Rebstöcke als Herkunftsmerkmal.

Gärung und Lagerung erfolgten über zehn Monate in überwiegend neuen Holzfässern.

Die Rebsorte Grüner Veltliner wird damit ebenfalls für länger ausgebaute Reserveweine genutzt.

Rosé Brut

Mit Rosé Brut produziert Kerschbaum einen Qualitätsschaumwein.

Die Herstellung erfolgt nach traditioneller Flaschengärung.

Bei diesem Verfahren findet die zweite Gärung in der Flasche statt. Die entstehende Kohlensäure bleibt im Wein gebunden und bildet die Grundlage der Perlage.

Die offizielle Beschreibung nennt fruchtige und würzige Aromen sowie eine feine, anhaltende Perlage.

Auszeichnungen und Prämierungen

Das Weingut Kerschbaum führt auf seiner offiziellen Unternehmensseite mehrere Auszeichnungen an.

Die dokumentierten Anerkennungen betreffen sowohl einzelne Weine als auch die Entwicklung des Betriebs.

Dazu gehören:

◼ Falstaff Winzer des Jahres: Das Weingut nennt die Verleihung dieser Auszeichnung in seiner Unternehmensdarstellung.

◼ SALON Österreich Wein: Auszeichnungen für Weine des Hauses werden angeführt.

◼ Vinaria: Die offizielle Betriebsgeschichte nennt Auszeichnungen durch das österreichische Weinfachmedium.

◼ Gault&Millau: Wird ebenfalls als auszeichnende Institution genannt.

◇ Weitere Weinbewertungen: Der Betrieb verweist auf Erfolge bei Falstaff und A la Carte.

Die Auszeichnungen zeigen die Anerkennung der Weinproduktion durch verschiedene Institutionen. Sie sind jeweils von den konkreten Weinbewertungen und deren Jahrgangszuordnung zu unterscheiden.

Was das Weingut besonders macht

Das Weingut Kerschbaum besitzt ein klar erkennbares Profil, das auf der Spezialisierung auf Blaufränkisch und dem gezielten Ausbau von Rotweinen beruht.

Mehrere Merkmale sind dafür besonders relevant:

◼ Gründung 1989: Paul Kerschbaum entwickelte eine eigenständige Flaschenweinproduktion.

◼ Generationenwechsel: Michael Kerschbaum führt heute den Familienbetrieb.

◼ 35 Hektar Rebfläche: Diese Betriebsgröße wird in der offiziellen Weingutsbeschreibung genannt.

◼ Schwerpunkt Blaufränkisch: Die regionale Rebsorte prägt sowohl klassische Rotweine als auch verschiedene Cuvées.

◼ Ried Dürrau: Tiefgründige, tonreiche Böden und teilweise bis zu 70 Jahre alte Rebstöcke.

◼ Ried Hochäcker: Lehm- und Lössböden mit kiesigem Untergrund und ausgewählten Blaufränkisch-Reben.

◇ 850 Barriquefässer: Der Betrieb nennt diese Größenordnung für seine Kellerwirtschaft.

◇ Unterschiedliche Ausbauverfahren: Gebrauchte Barriques, neue Eichenholzfässer und größere Holzfässer werden eingesetzt.

▸ Eigenständige Cuvées: Impresario, Opera und Cuvée Paul Kerschbaum erweitern das Rotweinportfolio.

Verkostungen am Weingut

Das Weingut verfügt über einen modernen Verkaufs- und Verkostungsraum in Horitschon.

Dort werden Weinverkostungen sowie Veranstaltungen angeboten.

Die Räumlichkeiten können unter anderem für Firmenevents, Seminare und Familienfeiern genutzt werden.

Damit ergänzt der Betrieb die Weinproduktion durch Möglichkeiten zur direkten Präsentation seiner Weine.

Fazit

Das Weingut Kerschbaum in Horitschon verbindet die von Paul Kerschbaum im Jahr 1989 begründete Flaschenweinproduktion mit der heutigen Betriebsführung durch Michael Kerschbaum.

Im Mittelpunkt stehen Blaufränkisch-Weine aus den Horitschoner Rieden Dürrau und Hochäcker sowie Rotweincuvées aus österreichischen und internationalen Rebsorten. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse und Ausbauverfahren bilden die Grundlage für die eigenständigen Weinlinien.

Mit rund 35 Hektar Rebfläche, einer umfangreichen Barrique-Kellerwirtschaft und einem langjährig eingespielten Team setzt Kerschbaum seine Spezialisierung auf Rotweine aus dem Mittelburgenland fort.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo befindet sich das Weingut Kerschbaum?

Das Weingut Kerschbaum befindet sich in der Hauptstraße 111 in 7312 Horitschon im österreichischen Burgenland. Der Betrieb liegt im Weinbaugebiet Mittelburgenland, das insbesondere für die Rebsorte Blaufränkisch bekannt ist.

Wer führt das Weingut Kerschbaum?

Michael Kerschbaum leitet den Familienbetrieb und ist als Chefönologe für die Weinproduktion verantwortlich. Er übernahm die Leitung von seinem Vater Paul Kerschbaum, der das heutige Weingut 1989 gründete.

Seit wann besteht das Weingut Kerschbaum?

Paul Kerschbaum gründete den heutigen Betrieb im Jahr 1989 und begann damals mit der eigenständigen Flaschenabfüllung. Später übernahm sein Sohn Michael die Leitung und entwickelte die bestehende Weinproduktion weiter.

Welche Rebsorten verarbeitet das Weingut Kerschbaum?

Blaufränkisch ist die wichtigste Rebsorte des Betriebs. Ergänzend werden unter anderem Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon für unterschiedliche Rotweine und Cuvées verwendet. Zum Weißweinsortiment gehören Chardonnay und Grüner Veltliner.

Was unterscheidet die Rieden Dürrau und Hochäcker?

Die Ried Dürrau besitzt tiefgründige, tonreiche Lehmböden mit einer hohen Wasserspeicherfähigkeit. In der Ried Hochäcker gehen Lehm- und Lössböden in kiesigen Untergrund über. Beide Lagen werden für Blaufränkisch genutzt und bilden die Herkunft eigenständiger Riedenweine.

Welche bekannten Weine produziert Kerschbaum?

Zum dokumentierten Sortiment gehören Blaufränkisch Ried Dürrau, Blaufränkisch Ried Hochäcker, Cuvée Impresario, Opera und Cuvée Paul Kerschbaum. Ergänzend produziert das Weingut unter anderem Chardonnay Reserve, Grüner Veltliner Reserve und Rosé Brut.

Das Weingut auf einen Blick

◼ Weingut: Weingut Kerschbaum

◼ Unternehmen: KERSCHBAUM GmbH

◼ Standort: Hauptstraße 111, 7312 Horitschon, Burgenland, Österreich

◼ Weinbaugebiet: Mittelburgenland

◼ Gründung des heutigen Weinguts: 1989

◼ Gründer: Paul Kerschbaum

◼ Betriebsleitung: Michael Kerschbaum

◼ Rebfläche: Rund 35 Hektar

◼ Wichtigste Rebsorte: Blaufränkisch

◼ Weitere rote Rebsorten: Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon

◼ Weiße Rebsorten im dokumentierten Sortiment: Chardonnay und Grüner Veltliner

◇ Wichtige Rieden: Dürrau und Hochäcker

◇ Bodenarten: Lehm, Löss, Ton und Kies

◇ Weinbauschwerpunkte: Blaufränkisch, Riedenweine und Rotweincuvées

◇ Kellerwirtschaft: Maischegärung und Ausbau in neuen und gebrauchten Eichenholzfässern

◇ Barriquefässer: Rund 850 laut Betriebsangabe

◇ Bekannte Weine: Blaufränkisch Ried Dürrau, Blaufränkisch Ried Hochäcker, Cuvée Impresario, Opera und Cuvée Paul Kerschbaum

◇ Weitere Produkte: Chardonnay Reserve, Grüner Veltliner Reserve und Rosé Brut

◇ Familienmitglieder: Michael, Paul, Stephanie, Gabriele und Erna Kerschbaum

▸ Auszeichnungen: Vom Betrieb dokumentierte Anerkennungen unter anderem durch Falstaff, SALON Österreich Wein, Vinaria und Gault&Millau

Das Weingut Kerschbaum ist ein Familienbetrieb aus Horitschon im Mittelburgenland. Paul Kerschbaum gründete das heutige Weingut 1989. Sein Sohn Michael führt die Rotweinproduktion weiter, deren Schwerpunkt auf Blaufränkisch und unterschiedlichen Cuvées liegt. Besonders die Rieden Dürrau und Hochäcker sowie der gezielte Holzfassausbau prägen die Weinbereitung.