Weingut Markowitsch

Weingut Markowitsch
Copyright: Markowitsch

Das Weingut Gerhard Markowitsch befindet sich in Göttlesbrunn im niederösterreichischen Weinbaugebiet Carnuntum. Der Familienbetrieb besteht seit 1750 und entwickelte sich von einem landwirtschaftlichen Mischbetrieb zu einem auf Weinbau spezialisierten Unternehmen. Heute führen Gerhard und Christine Markowitsch das Weingut gemeinsam mit ihren Töchtern Johanna und Helene.

Im Mittelpunkt stehen Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay aus unterschiedlichen Weinbergslagen rund um Göttlesbrunn, Höflein und Prellenkirchen. Zu den wichtigsten Herkünften gehören die Rieden Rosenberg, Bärnreiser, Kirchweingarten, Schüttenberg, Aubühl und Scheibner. Ihre verschiedenen Bodenverhältnisse und klimatischen Bedingungen bilden die Grundlage für eigenständige Rot- und Weißweine.

Besonders bekannt ist das Weingut für die Rotweincuvée Ried Rosenberg, den Zweigelt aus der Ried Kirchweingarten und den M1, eine Cuvée aus Merlot, Blaufränkisch und Cabernet Franc. Ergänzt werden die klassischen Herkunftsweine durch die experimentierfreudige JoMa-Linie von Johanna Markowitsch. Seit 2015 arbeitet der Betrieb nach eigenen Angaben mit biologischen Weinbaumethoden.

Geschichte und Entwicklung des Weinguts

Die Geschichte des Weinguts Markowitsch beginnt im Jahr 1750. Damals war der Familienbetrieb noch eine gemischte Landwirtschaft, in der Ackerbau, Viehzucht und Weinbau nebeneinander betrieben wurden.

Ab den 1970er-Jahren gewann der Weinbau zunehmend an Bedeutung. Die Familie konzentrierte sich immer stärker auf die Kultivierung von Reben und die Herstellung eigener Weine.

Einen entscheidenden Entwicklungsschritt markierte das Jahr 1990, als Gerhard Markowitsch in den elterlichen Betrieb einstieg.

Mit seiner Tätigkeit wurde der Weinbau zum ausschließlichen Schwerpunkt des Unternehmens.

Von der Landwirtschaft zum spezialisierten Weingut

Die Entwicklung des Familienbetriebs lässt sich anhand mehrerer dokumentierter Meilensteine nachvollziehen.

◼ 1750 – Beginn der Familiengeschichte: Der landwirtschaftliche Betrieb umfasst Ackerbau, Viehzucht und Weinbau.

◼ Ab den 1970er-Jahren – Stärkere Konzentration auf Weinbau: Die Weinproduktion gewinnt innerhalb des Familienbetriebs zunehmend an Bedeutung.

◼ 1990 – Einstieg von Gerhard Markowitsch: Der heutige Winzer übernimmt Verantwortung im elterlichen Betrieb.

◼ 1999 – Falstaff Winzer des Jahres: Gerhard Markowitsch erhält eine wichtige österreichische Weinauszeichnung.

◼ 2001 – Neues Kellergebäude: Der Betrieb erweitert seine Infrastruktur durch ein modernes Kellereigebäude.

◼ 2008 – A la Carte Trophée Gourmet: Das Weingut erhält eine weitere dokumentierte Ehrung.

◼ 2015 – Beginn des biologischen Weinbaus: Der Betrieb stellt seine Bewirtschaftung auf biologisch ausgerichtete Methoden um.

Die Entwicklung zeigt eine zunehmende Spezialisierung auf die Herkunft der Trauben und die eigenständige Verarbeitung unterschiedlicher Weinbergslagen.

Während früher insbesondere Cuvées aus mehreren Rebsorten und Herkünften im Mittelpunkt standen, beschäftigt sich das Weingut heute verstärkt mit den individuellen Eigenschaften einzelner Rieden und Parzellen.

Vom Cuvée-Schwerpunkt zur präzisen Herkunft

Eine wichtige Veränderung betrifft die Differenzierung des Sortiments.

Über viele Jahre wurden in Carnuntum häufig Weine aus unterschiedlichen Rebsorten und Weinbergslagen miteinander verschnitten.

Auch Markowitsch entwickelte eigenständige Cuvées, die bis heute einen wichtigen Bestandteil des Sortiments bilden.

Mittlerweile verfolgt der Betrieb zusätzlich das Ziel, die Eigenschaften einzelner Rieden deutlicher herauszuarbeiten.

Die Herkunftsstruktur unterscheidet daher zwischen Gebietsweinen, Ortsweinen und Riedenweinen.

Damit lässt sich nachvollziehen, ob die Trauben aus dem gesamten Weinbaugebiet, einem bestimmten Weinbauort oder einer einzelnen Ried stammen.

Die Menschen hinter den Weinen

Das Weingut Markowitsch wird als Familienbetrieb geführt. Vier Familienmitglieder übernehmen unterschiedliche Aufgaben in Weinberg, Keller, Verkauf und Verwaltung.

Gerhard Markowitsch – Winzer und Betriebsleiter

Gerhard Markowitsch stieg 1990 in den elterlichen Betrieb ein und prägte dessen Entwicklung zu einem spezialisierten Weingut.

Seine Arbeit konzentriert sich besonders auf die Weinbergslagen von Carnuntum und die Weiterentwicklung der Rot- und Weißweine.

Das Weingut betont die Bedeutung unterschiedlicher Parzellen und ihres Einflusses auf die Weine.

Für Gerhard Markowitsch ist die Verbindung von sorgfältiger Weinbergsarbeit und gezielter Kellerwirtschaft ein zentraler Bestandteil der Produktion.

Zu den dokumentierten Schwerpunkten gehören:

◼ Herkunftsorientierter Weinbau: Die Unterschiede zwischen den einzelnen Rieden werden berücksichtigt.

◼ Zweigelt und Blaufränkisch: Beide Rebsorten bilden wichtige Grundlagen der Rotweinproduktion.

◼ Chardonnay: Die Rebsorte wird insbesondere in geeigneten, teilweise höher gelegenen Lagen kultiviert.

◼ Biologische Bewirtschaftung: Seit 2015 gehört biologisch ausgerichteter Weinbau zum betrieblichen Konzept.

◇ Kellerwirtschaft: Die Weine werden je nach Herkunft und Rebsorte unterschiedlich verarbeitet und ausgebaut.

Im Jahr 1999 wurde Gerhard Markowitsch von Falstaff zum Winzer des Jahres ausgezeichnet.

Christine Markowitsch – Verkauf und Betriebsorganisation

Christine Markowitsch ist Ehefrau von Gerhard Markowitsch und übernimmt wesentliche organisatorische Aufgaben.

Sie ist insbesondere verantwortlich für:

◼ Ab-Hof-Verkauf: Betreuung des Weinverkaufs direkt am Weingut.

◼ Finanzen: Kaufmännische Aufgaben innerhalb des Familienbetriebs.

◼ Buchhaltung: Verwaltung der betrieblichen Geschäftsvorgänge.

◼ Gästebetreuung: Empfang von Besucherinnen und Besuchern.

Vor ihrer Tätigkeit im Familienweingut arbeitete Christine Markowitsch als Kindergartenpädagogin.

Heute gehört sie zur gemeinsamen Betriebsführung und ist insbesondere für die organisatorischen und kaufmännischen Bereiche verantwortlich.

Johanna Markowitsch – Rotwein, Marketing und JoMa

Johanna Markowitsch ist die ältere Tochter der Familie.

Sie übernimmt mehrere Aufgaben innerhalb des Weinguts.

Dazu gehören Marketing und Verkauf sowie die Arbeit im Weinberg und in der Kellerwirtschaft.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die Verarbeitung der Rotweine.

Darüber hinaus entwickelte Johanna mit JoMa eine eigenständige Weinlinie.

Die Weine dieser Linie unterscheiden sich durch besondere Verarbeitungsverfahren und den bewussten Verzicht auf bestimmte Zusätze von den klassischen Herkunftsweinen des Familienbetriebs.

Helene Markowitsch – Verwaltung und Weißwein

Helene Markowitsch, die jüngere Tochter, übernimmt die Funktion Head of Administration.

Daneben arbeitet sie ebenfalls im Weinberg und Keller.

Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt insbesondere auf der Weißweinproduktion.

Nach dem Besuch einer Tourismusschule absolvierte sie ein Studium im Bereich International Wine Business.

Gemeinsam mit ihrer Schwester Johanna gehört sie zur nächsten Generation des Familienweinguts.

Die beiden Schwestern verbinden unterschiedliche Aufgabenbereiche mit ihrer gemeinsamen Perspektive für die Weiterentwicklung des Betriebs.

Herkunft, Weinberge und Terroir

Das Weingut Markowitsch bewirtschaftet Weinberge in Göttlesbrunn, Höflein und Prellenkirchen.

Die Region Carnuntum liegt südlich der Donau im östlichen Niederösterreich und reicht bis an die slowakische Grenze.

Charakteristisch sind sanfte Hügel, unterschiedliche Sedimentböden und der klimatische Einfluss der Donau-Auen.

Klima zwischen Donau und Leithagebirge

Carnuntum ist durch vergleichsweise trockene Bedingungen geprägt.

Eine wichtige Rolle spielt die sogenannte Brucker Pforte, ein Durchlass zwischen dem Leithagebirge und den Hainburger Bergen.

Durch diesen Bereich ziehen regelmäßig Luftmassen in Richtung Donautal.

Das Weingut beschreibt die Kombination warmer Tage und vergleichsweise kühler Nächte als wesentliches Merkmal seiner Herkunft.

Die dokumentierten klimatischen Bedingungen umfassen:

◼ Kontinentale Klimaeinflüsse: Warme Sommer und kühle Winter prägen die Region.

◼ Wind: Durch die Brucker Pforte kommt es häufig zu Luftbewegungen.

◼ Donau-Auen: Sie beeinflussen insbesondere die nächtlichen Temperaturen.

◼ Geringe Niederschlagsmengen: Der Betrieb nennt für die Region durchschnittlich weniger als 400 Millimeter pro Jahr.

◇ Bewirtschaftung ohne zusätzliche Bewässerung: Das Weingut beschreibt seine Weinbergsarbeit als Dry Farming.

Die verschiedenen Böden besitzen bei diesen trockenen Bedingungen eine wichtige Bedeutung für die Wasserversorgung der Reben.

Löss, Lehm, Kalk und Donauschotter

Die Weinberge des Betriebs stehen auf unterschiedlichen geologischen Formationen.

Dazu gehören:

◼ Löss: Feinkörnige Ablagerungen, die besonders am Hangfuß des Arbesthaler Hügellandes vorkommen.

◼ Lehm: Teilweise tiefgründige Böden mit guter Wasserspeicherfähigkeit.

◼ Kalkhaltige Sedimente: Sie prägen unter anderem verschiedene Blaufränkisch- und Chardonnay-Lagen.

◼ Donauschotter: Historische Ablagerungen, die in mehreren Rieden vorkommen.

Die Unterschiede zwischen diesen Bodenarten spielen für die Wahl der Rebsorten und die Entwicklung eigenständiger Herkunftsweine eine wesentliche Rolle.

Ried Rosenberg – Rotweincuvée aus Göttlesbrunn

Die Ried Rosenberg gehört zu den wichtigsten Weinbergslagen des Weinguts.

Sie befindet sich in Göttlesbrunn auf rund 250 Metern Seehöhe.

Der Weinberg ist nach Süden geöffnet und durch seine Lage relativ windgeschützt.

Der angrenzende Maria Ellender Wald beeinflusst das lokale Klima durch kühlere Luftströmungen.

Unterschiedliche Böden innerhalb einer Ried

Besonders charakteristisch ist die geologische Vielfalt des Rosenbergs.

Im oberen Bereich befindet sich eine rund 30 Zentimeter mächtige Schicht aus Donauschotter.

Darunter folgen tiefgründigere Sedimente aus Ton, Schluff und Sand, die während des Miozäns entstanden sind.

Diese Ablagerungen besitzen teilweise einen hohen Kalkgehalt.

Die wichtigsten Merkmale sind:

◼ Ort: Göttlesbrunn.

◼ Höhenlage: Rund 250 Meter.

◼ Ausrichtung: Süden.

◼ Klimatischer Einfluss: Angrenzender Maria Ellender Wald.

◼ Oberboden: Donauschotter im oberen Hangbereich.

◼ Unterboden: Kalkhaltige Sedimente aus Ton, Schluff und Sand.

Das Weingut nutzt die unterschiedlichen Bodenverhältnisse gezielt für verschiedene rote Rebsorten.

Im oberen, kargeren Bereich wachsen Blaufränkisch und Merlot.

Die tiefgründigeren unteren Hangbereiche werden insbesondere für Zweigelt genutzt.

Ried Rosenberg 2022

Der Ried Rosenberg 2022 ist eine Cuvée aus:

◼ Zweigelt

◼ Blaufränkisch

◼ Merlot

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt dunkle Beeren, Cassis, Wacholder und Gewürznelken.

Am Gaumen werden eine kompakte Struktur, feine Tannine und ein langer Abgang hervorgehoben.

Die Cuvée gehört zu den regelmäßig ausgezeichneten Weinen des Betriebs.

Ried Bärnreiser – Blaufränkisch auf kalkreichen Böden

Die Ried Bärnreiser liegt am östlichen Rand der Donauschotterterrasse des Arbesthaler Hügellandes.

Im Unterschied zum Rosenberg besitzt sie keine unmittelbar angrenzende Waldbegrenzung.

Dadurch beschreibt das Weingut die Lage als vergleichsweise warm.

Der Boden ist kalkhaltig und besteht aus unterschiedlichen Schichten.

Besonders wichtig sind:

◼ Quarzkies und Feinschotter: Prägen den oberen Hangbereich.

◼ Ton und Schluff: Gehören zu den tiefer liegenden Sedimenten.

◼ Sandige Ablagerungen: Ergänzen die geologische Struktur.

◼ Kalkhaltiger Untergrund: Ein charakteristisches Merkmal der Riede.

Blaufränkisch Ried Bärnreiser

Aus dieser Herkunft produziert Markowitsch einen reinsortigen Blaufränkisch.

Für die dokumentierte Abfüllung beschreibt der Betrieb folgende Herstellung:

◼ Rebsorte: 100 Prozent Blaufränkisch.

◼ Lese: Ende September bis Anfang Oktober durch mehrfache händische Selektion.

◼ Gärung: Spontane Maischegärung über 14 bis 20 Tage in Holzgärständern.

◼ Biologischer Säureabbau: In Barriquefässern.

◼ Ausbau: 20 Monate in Eichenfässern unterschiedlicher Größe.

Die offizielle Beschreibung nennt reife Waldbeeren, Cassis, Brombeeren und Kräuterwürze.

Der Wein wird außerdem mit einer straffen Tanninstruktur und ausgeprägter Säure beschrieben.

Die Ried Bärnreiser gehört zu den klassifizierten Ersten Lagen der Österreichischen Traditionsweingüter.

Ried Kirchweingarten – Zweigelt aus Höflein

Die Ried Kirchweingarten befindet sich unmittelbar unterhalb der Kirche von Höflein.

Sie liegt auf rund 180 bis 190 Metern Seehöhe und fällt leicht nach Südwesten ab.

Die Bodenverhältnisse unterscheiden sich deutlich von jenen des Rosenbergs.

Besonders charakteristisch sind die tonreichen, kalkhaltigen Böden.

Diese besitzen eine hohe Wasserspeicherfähigkeit und bilden die Grundlage für den dort kultivierten Zweigelt.

Zweigelt Ried Kirchweingarten 2023

Der Ried Kirchweingarten 2023 ist ein reinsortiger Zweigelt.

Die offizielle Produktbeschreibung nennt folgende Herstellungsmerkmale:

◼ Rebsorte: Zweigelt.

◼ Herkunft: Ried Kirchweingarten bei Höflein.

◼ Lese: Ende September durch mehrfache händische Selektion.

◼ Gärung: Spontane, offene Maischegärung.

◼ Besonderheit: Ein Teil der Trauben wird mit den Stielgerüsten verarbeitet.

◼ Maischestandzeit: 20 Tage.

◼ Ausbau: 18 Monate in 500-Liter-Eichenfässern.

Der Wein wird mit dunklen Beeren, würzigen Aromen, saftiger Frucht und samtigen Tanninen beschrieben.

Die Verarbeitung eines Teils der Trauben mit Stielgerüsten gehört zu den besonderen dokumentierten Kellerverfahren dieses Jahrgangs.

Ried Schüttenberg – Chardonnay aus einer höheren Lage

Die Ried Schüttenberg liegt im Arbesthaler Hügelland und erreicht rund 278 Meter Seehöhe.

Sie gehört damit zu den höchsten Erhebungen dieser Hügelkette.

Besonders der westliche Teil der Riede ist von Wald umgeben.

Dieser Bereich besitzt einen vergleichsweise hohen Kalkanteil und wird von kühleren Morgen- und Abendtemperaturen beeinflusst.

Das Weingut nutzt diese Bedingungen insbesondere für Chardonnay.

Chardonnay Ried Schüttenberg

Der Chardonnay Ried Schüttenberg gehört zu den wichtigen weißen Herkunftsweinen des Hauses.

Die Lage bietet durch ihre Höhe, den kalkhaltigen Boden und den angrenzenden Wald andere Voraussetzungen als die tiefer gelegenen Rotweinrieden.

Die offizielle Weinbeschreibung des Jahrgangs 2023 hebt insbesondere Fruchtfülle, eine präzise Struktur und salzige mineralische Anklänge hervor.

Die Ried Schüttenberg ist als Erste Lage klassifiziert.

Ried Aubühl und Ried Scheibner

Neben Rosenberg, Bärnreiser, Kirchweingarten und Schüttenberg bewirtschaftet Markowitsch weitere wichtige Einzellagen.

Ried Aubühl – Merlot aus einer warmen Herkunft

Die Ried Aubühl liegt südwestlich ausgerichtet auf rund 220 Metern Seehöhe.

Sie erstreckt sich als flacher Rücken von Höflein bis zum Maria Ellender Wald.

Die Böden bestehen aus kalkhaltigen, tiefgründigen Sedimenten, die überwiegend sandig und stellenweise schluffig-tonig sind.

Das Weingut beschreibt die Aubühl als besonders warme Lage des Arbesthaler Hügellandes.

Der kühlende Einfluss des angrenzenden Waldes gehört gleichzeitig zu ihren klimatischen Merkmalen.

Aus dieser Herkunft stammen Trauben für den Rotwein M1.

Ried Scheibner

Auch die Ried Scheibner gehört zu den dokumentierten Einzellagen des Familienbetriebs.

Sie ist insbesondere mit der Pinot-Noir-Produktion verbunden.

Ein Pinot Noir aus der Ried Scheibner des Jahrgangs 2015 wurde bei einer Vinaria-Verkostung gereifter Pinot Noirs mit 17,5 Punkten bewertet und erreichte dort den ersten Platz.

Damit gehört die Lage zu den dokumentierten Herkünften ausgezeichneter Pinot-Noir-Weine des Betriebs.

Weinbauphilosophie und Arbeitsweise

Das Weingut Markowitsch verfolgt einen Ansatz, bei dem die individuellen Eigenschaften der Weinbergslagen und die sorgfältige Verarbeitung der Trauben im Mittelpunkt stehen.

Besonders die getrennte Betrachtung einzelner Parzellen spielt eine wichtige Rolle.

130 Parzellen mit unterschiedlichen Eigenschaften

Der Betrieb bewirtschaftet nach eigener Angabe 130 kleinere Weinbergsparzellen.

Diese werden individuell betreut und verarbeitet.

Die unterschiedlichen Standortbedingungen beeinflussen die Entscheidungen während des Weinjahres und bei der Lese.

Die dokumentierten Arbeitsschwerpunkte umfassen:

◼ Parzellenbezogene Bewirtschaftung: Die einzelnen Weinberge werden entsprechend ihren Voraussetzungen gepflegt.

◼ Handarbeit: Der Betrieb setzt besonders im Weinberg auf manuelle Tätigkeiten.

◼ Gezielte Reifeentwicklung: Die Trauben werden bis zum geeigneten Reifezeitpunkt am Rebstock belassen.

◼ Biodiversität: Die Weinbergsbewirtschaftung berücksichtigt die Vielfalt der vorhandenen Pflanzen- und Tierwelt.

◇ Biologischer Weinbau: Seit 2015 arbeitet das Weingut nach biologisch ausgerichteten Bewirtschaftungsmethoden.

Die kleinteilige Bewirtschaftung bildet eine wichtige Grundlage für die später getrennte Verarbeitung der Trauben.

Spontangärung und unterschiedliche Maischestandzeiten

In der Kellerwirtschaft nutzt Markowitsch verschiedene Verfahren.

Besonders bei den Rotweinen spielt die spontane Maischegärung eine wichtige Rolle.

Dabei erfolgt die Gärung durch die vorhandenen Hefen, ohne dass zwingend standardisierte Reinzuchthefen eingesetzt werden.

Die Maischestandzeiten unterscheiden sich nach Wein und Jahrgang.

Beispiele aus den offiziellen Produktinformationen sind:

◼ Ried Bärnreiser: 14 bis 20 Tage spontane Maischegärung.

◼ Ried Kirchweingarten 2023: 20 Tage Maischestandzeit.

◼ Verarbeitung ganzer Trauben beziehungsweise Stielgerüste: Wird bei ausgewählten Weinen eingesetzt.

Die unterschiedlichen Verfahren ermöglichen eine auf den jeweiligen Wein abgestimmte Verarbeitung.

Reifung in unterschiedlichen Holzfässern

Für den Ausbau verwendet das Weingut Eichenfässer verschiedener Größen.

Die offizielle Betriebsdarstellung nennt insbesondere:

◼ 500-Liter-Fässer

◼ 1.200-Liter-Fässer

◼ 2.500-Liter-Fässer

Die verschiedenen Fassgrößen unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich des Verhältnisses von Holzoberfläche zu Weinvolumen.

Je nach Wein werden unterschiedliche Reifezeiten eingesetzt.

Für die klassifizierten Ersten Lagen beschreibt der Betrieb Handlese, Spontangärung und eine Reifung von mindestens 18 Monaten.

Die Weine des Weinguts Gerhard Markowitsch

Das Sortiment umfasst rote und weiße Gebietsweine, Ortsweine, Riedenweine sowie eigenständige Spezialitäten.

Die wichtigsten Rebsorten sind Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay.

Hinzu kommen unter anderem Merlot, Pinot Noir, Cabernet Franc, Weißburgunder, Grüner Veltliner und Sauvignon Blanc.

Ried Rosenberg – die charakteristische Rotweincuvée

Der Ried Rosenberg 2022 ist eine Cuvée aus Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot.

Die Trauben stammen aus unterschiedlichen Bereichen der gleichnamigen Riede.

Das Weingut nutzt die verschiedenen Bodenbedingungen gezielt für die jeweiligen Rebsorten.

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt:

◼ Fruchtaromen: Dunkle Beeren und Cassis.

◼ Würzige Noten: Wacholder und Gewürznelken.

◼ Struktur: Kompakter Körper und elegante Tannine.

◇ Abgang: Langanhaltend.

Der Ried Rosenberg gehört zu den regelmäßig ausgezeichneten Weinen des Betriebs.

Ried Kirchweingarten – Zweigelt aus tonreichen Böden

Der Ried Kirchweingarten 2023 wird ausschließlich aus Zweigelt hergestellt.

Die Trauben stammen aus der tonreichen Lage unterhalb der Kirche von Höflein.

Nach der spontanen Maischegärung reift der Wein 18 Monate in 500-Liter-Eichenfässern.

Die offizielle Weinbeschreibung nennt schwarze Beeren, würzige Noten und eine samtige Tanninstruktur.

Ried Bärnreiser – reinsortiger Blaufränkisch

Der Ried Bärnreiser 2022 ist ein reinsortiger Blaufränkisch.

Seine Herkunft zeichnet sich durch kalkreiche Böden mit Quarzkies, Feinschotter und tiefer liegenden Sedimentschichten aus.

Die Gärung erfolgt spontan auf der Maische.

Anschließend reift der Wein in Eichenfässern unterschiedlicher Größe.

Die dokumentierte Verkostungsbeschreibung hebt dunkle Beerenfrucht, Kräuterwürze und eine straffe Struktur hervor.

Ried Schüttenberg – Chardonnay aus kalkreicher Herkunft

Der Ried Schüttenberg Chardonnay 2023 stammt aus dem höher gelegenen, teilweise waldnahen Bereich der Ried Schüttenberg.

Der kalkhaltige Boden und die vergleichsweise kühlen Temperaturverhältnisse gehören zu den prägenden Eigenschaften der Herkunft.

Das Weingut beschreibt den Chardonnay mit Fruchttiefe, mineralischen Anklängen und einer präzisen Struktur.

M1 – eine besondere Rotweincuvée

Der M1 zählt zu den charakteristischen Weinen des Hauses.

Für den Jahrgang 2022 ist folgende Rebsortenzusammensetzung dokumentiert:

◼ 68 Prozent Merlot

◼ 22 Prozent Blaufränkisch

◼ 10 Prozent Cabernet Franc

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt ein breites Spektrum unterschiedlicher Aromen.

Dazu gehören Zwetschken, Brombeeren, Kirschen, Himbeeren, Tabak, Orangenzesten und unterschiedliche Gewürze.

Am Gaumen wird der Wein mit feinen Tanninen, einer festen Struktur und salzigen Anklängen im Abgang beschrieben.

Der M1 gehört zu den besonders positionierten Rotweinen des Betriebs.

Ortsweine aus Göttlesbrunn und Prellenkirchen

Neben den Einzellagenweinen produziert Markowitsch verschiedene Ortsweine.

Die Herkunftsbezeichnung verweist dabei auf den jeweiligen Weinbauort.

Göttlesbrunn Redmont

Der Göttlesbrunn Redmont 2023 ist eine Rotweincuvée.

Sie besteht aus:

◼ 60 Prozent Zweigelt

◼ 40 Prozent Blaufränkisch

Die offizielle Beschreibung nennt dunkle Beerenfrucht und eine saftige Struktur.

Der Wein verbindet damit zwei wichtige rote Rebsorten der Region Carnuntum.

Göttlesbrunn Weiss

Der Göttlesbrunn Weiss 2023 ist ein Chardonnay-Ortswein.

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt helle Blüten, Kräuter und gelbfleischige Früchte.

Darüber hinaus werden Frische und eine geradlinige Struktur hervorgehoben.

Prellenkirchen Blaufränkisch

Der Prellenkirchen Blaufränkisch 2023 ist ein reinsortiger Herkunftswein.

Die Trauben stammen aus dem Bereich des Spitzerbergs.

Die offizielle Weinbeschreibung hebt eine samtige Tanninstruktur und eine seidige Textur hervor.

Prellenkirchen Weißburgunder

Der Prellenkirchen Weißburgunder 2024 stammt nach Angaben des Weinguts von rund 50 Jahre alten Rebstöcken am Spitzerberg.

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt ausgeprägte Frucht, salzige mineralische Anklänge und eine kompakte Struktur.

Der Wein ergänzt das Chardonnay-Sortiment um einen weiteren Burgunderwein.

Gebietsweine aus Carnuntum

Die Gebietsweine bilden die Basis der Herkunftshierarchie.

Sie tragen die Herkunftsbezeichnung Carnuntum und repräsentieren unterschiedliche Rebsorten des Weinbaugebiets.

Zum dokumentierten Angebot gehören:

◼ Grüner Veltliner: Ein klassischer Weißwein.

◼ Chardonnay: Ergänzt die herkunftsbezogenen Chardonnay-Abfüllungen.

◼ Sauvignon Blanc: Eine weitere Weißweinrebsorte des Betriebs.

◼ Grüner Veltliner Alte Reben: Eine eigenständige Abfüllung mit Bezug zu älterem Rebmaterial.

◼ Carnuntum Rot: Ein Rotwein der regionalen Herkunftslinie.

◼ Blaufränkisch: Eine reinsortige Abfüllung.

◼ Rubin Carnuntum: Ein weiterer Wein aus Zweigelt.

◇ Pinot Noir: Ergänzt das Rotweinsortiment.

◇ Rosé: Eine weitere Weinart des Betriebs.

Die Gebietsweine ermöglichen einen Einstieg in das Sortiment, während die Orts- und Riedenweine stärker nach konkreter Herkunft differenziert werden.

JoMa – eigenständige Weine von Johanna Markowitsch

Mit JoMa entwickelte Johanna Markowitsch eine eigene Weinlinie.

Die Bezeichnung setzt sich aus ihrem Vor- und Nachnamen zusammen.

Im Mittelpunkt stehen unkomplizierte, eigenständige Weine mit besonderen Verfahren der Traubenverarbeitung.

Die Familie beschreibt die JoMa-Linie als bewusst naturbelassen ausgerichtetes Projekt.

Pétillant Naturel Blanc de Blancs

Der JoMa Pétillant Naturel Blanc de Blancs wird aus zwei Rebsorten hergestellt.

◼ Chardonnay

◼ Weißburgunder

Pétillant Naturel bezeichnet einen Schaumwein, bei dem die Gärung in der Flasche abgeschlossen wird.

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt Mango, Maracuja und eine lebendige Säurestruktur.

Pétillant Naturel Blanc de Noir Rosé

Für den JoMa Pétillant Naturel Blanc de Noir Rosé werden zwei rote Rebsorten verarbeitet.

◼ Pinot Noir

◼ Sankt Laurent

Die offizielle Weinbeschreibung nennt Rhabarber und Erdbeeren als sensorische Merkmale.

Der Wein gehört zu den trockenen, natürlich perlenden Produkten der JoMa-Linie.

Muskateller Halligalli

Der Muskateller Halligalli wird aus Gelbem Muskateller produziert.

Eine Besonderheit ist die dokumentierte Maischegärung über zehn Tage.

Das Weingut beschreibt den Wein mit Muskatnoten, Kräutern und floralen Aromen.

Rosé Halligalli

Der Rosé Halligalli wird aus Pinot Noir und Sankt Laurent hergestellt.

Die offizielle Produktbeschreibung nennt:

◼ Rebsorten: Pinot Noir und Sankt Laurent.

◼ Maischestandzeit: Zwei Tage.

◼ Traubenverarbeitung: Teilweise mit Stielgerüsten.

◼ Ausbau: Sieben Monate auf der Vollhefe im 500-Liter-Holzfass.

Die JoMa-Linie ergänzt damit die klassischen Herkunftsweine um eigenständige Verfahren und Weinstile.

Mardonna Rosé

Mit Mardonna Rosé besitzt das Weingut eine weitere eigenständige Weinlinie.

Der dokumentierte Jahrgang 2025 wird aus Blaufränkisch hergestellt.

Die offizielle Beschreibung betont die Frische und den eigenständigen Roséstil.

Mardonna ergänzt das Sortiment um einen Roséwein aus einer der wichtigsten roten Rebsorten des Betriebs.

Auszeichnungen und Prämierungen

Das Weingut Markowitsch erhielt über mehrere Jahrzehnte hinweg nationale und internationale Anerkennung.

Besonders hervorzuheben ist die Auszeichnung von Gerhard Markowitsch zum Falstaff Winzer des Jahres 1999.

Auch unterschiedliche Rotweine und Pinot-Noir-Abfüllungen wurden bei Fachverkostungen ausgezeichnet.

Auszeichnungen des Weinguts

◼ 1999 – Falstaff Winzer des Jahres: Gerhard Markowitsch erhält die Auszeichnung.

◼ 2005 – Falstaff Leserbewertung: Das Weingut gehört zu den 25 beliebtesten Weingütern der entsprechenden Leserwahl.

◼ 2008 – A la Carte Trophée Gourmet: Eine weitere dokumentierte Ehrung des Betriebs.

Diese Auszeichnungen betreffen die Tätigkeit und Entwicklung des Weinguts.

Falstaff und weitere Weinbewertungen

Die offizielle Presseübersicht dokumentiert verschiedene Wettbewerbsergebnisse.

◼ Ried Rosenberg 2017: Falstaff-Gesamtsieg mit 96 Punkten.

◼ Ried Rosenberg 2017: Erster Platz in der Kategorie Cuvée mit 96 Punkten.

◼ Pinot Noir Reserve 2017: Zweiter Platz in der Kategorie Pinot Noir mit 95 Punkten.

◼ Ried Rosenberg 2016: Dritter Platz in der Kategorie Cuvée mit 95 Punkten.

◼ Ried Rosenberg 2015: Erster Platz in der Kategorie Cuvée mit 96 Punkten.

◼ Ried Scheibner 2015: Erster Platz bei einer Vinaria-Verkostung gereifter Pinot Noirs mit 17,5 Punkten.

◇ Ried Kirchweingarten 2015: 94 Punkte bei einer A-la-Carte-Verkostung von Zweigelt-Reserven.

Ried Rosenberg 2022

Auch der Ried Rosenberg 2022 wurde fachlich bewertet.

Bei einer Falstaff-Verkostung im November 2024 erhielt dieser Jahrgang eine Bewertungsspanne von 96 bis 98 Punkten.

Die Bewertung bezog sich auf die Rotweincuvée aus Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Rosenberg über unterschiedliche Jahrgänge hinweg bei Weinverkostungen berücksichtigt wurde.

Was das Weingut besonders macht

Das Weingut Markowitsch vereint eine lange Familiengeschichte mit einer differenzierten Herkunftsstruktur und eigenständigen Weinlinien.

Die wichtigsten Besonderheiten sind:

◼ Familiengeschichte seit 1750: Der Betrieb entwickelte sich aus einer gemischten Landwirtschaft.

◼ Spezialisierung seit 1990: Mit dem Einstieg von Gerhard Markowitsch wurde Weinbau zum ausschließlichen Betriebsschwerpunkt.

◼ Vier Familienmitglieder: Gerhard, Christine, Johanna und Helene übernehmen unterschiedliche Aufgaben.

◼ 130 Weinbergsparzellen: Die Weinberge werden individuell betreut und verarbeitet.

◼ Sechs dokumentierte Einzellagen: Rosenberg, Bärnreiser, Kirchweingarten, Schüttenberg, Aubühl und Scheibner.

◼ Schwerpunkt auf Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay: Diese Rebsorten prägen das Sortiment.

◇ Biologisch ausgerichtete Bewirtschaftung: Seit 2015.

◇ Herkunftshierarchie: Gebietsweine, Ortsweine und Riedenweine.

◇ Spontangärung: Gehört bei ausgewählten Weinen zu den dokumentierten Kellerverfahren.

◇ Unterschiedliche Holzfassgrößen: 500, 1.200 und 2.500 Liter.

◇ JoMa-Weinlinie: Eigenständiges Projekt von Johanna Markowitsch.

▸ Falstaff Winzer des Jahres 1999: Auszeichnung für Gerhard Markowitsch.

▸ Prämierte Herkunftsweine: Besonders Ried Rosenberg und Pinot Noir wurden wiederholt ausgezeichnet.

Verkostungen und Ab-Hof-Verkauf

Das Weingut bietet seine Weine direkt am Standort in Göttlesbrunn an.

Nach vorheriger Anmeldung sind außerdem geführte Verkostungen einschließlich Kellerführung möglich.

Dabei können Besucherinnen und Besucher die unterschiedlichen Herkunftsweine kennenlernen und Einblicke in die Kellerwirtschaft erhalten.

Fazit

Das Weingut Gerhard Markowitsch in Göttlesbrunn verbindet eine Familiengeschichte seit 1750 mit einer auf individuelle Weinbergslagen ausgerichteten Weinproduktion. Gerhard und Christine Markowitsch führen den Betrieb gemeinsam mit ihren Töchtern Johanna und Helene.

Besonders Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay prägen das Sortiment. Die Rieden Rosenberg, Bärnreiser, Kirchweingarten, Schüttenberg, Aubühl und Scheibner besitzen unterschiedliche geologische und klimatische Voraussetzungen, die bei der Weinbereitung berücksichtigt werden.

Mit der ausgezeichneten Rotweincuvée Rosenberg, dem M1 und der JoMa-Linie verbindet die Familie klassische Herkunftsweine mit eigenständigen Projekten. Die parzellenbezogene Bewirtschaftung und die unterschiedliche Kellerarbeit bilden die Grundlage des heutigen Weinguts.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo befindet sich das Weingut Markowitsch?

Das Weingut Gerhard Markowitsch befindet sich in der Pfarrgasse 6 in 2464 Göttlesbrunn, Niederösterreich. Der Betrieb liegt im Weinbaugebiet Carnuntum südlich der Donau.

Seit wann besteht das Weingut Markowitsch?

Die Familiengeschichte reicht bis ins Jahr 1750 zurück. Ursprünglich wurden Ackerbau, Viehzucht und Weinbau gemeinsam betrieben. Ab den 1970er-Jahren gewann der Weinbau zunehmend an Bedeutung. Seit dem Einstieg von Gerhard Markowitsch im Jahr 1990 steht die Weinproduktion im Mittelpunkt.

Wer führt das Weingut Markowitsch?

Das Weingut wird von Gerhard und Christine Markowitsch gemeinsam mit ihren Töchtern Johanna und Helene geführt. Johanna ist unter anderem für Marketing, Verkauf und Rotweinverarbeitung tätig. Helene übernimmt Verwaltungsaufgaben und beschäftigt sich mit der Weißweinproduktion.

Welche Rebsorten verarbeitet das Weingut Markowitsch?

Die wichtigsten Rebsorten sind Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay. Ergänzend produziert das Weingut unter anderem Merlot, Pinot Noir, Cabernet Franc, Weißburgunder, Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc und Gelben Muskateller.

Welche bekannten Weinbergslagen gehören zum Weingut Markowitsch?

Zu den dokumentierten Einzellagen gehören Rosenberg, Bärnreiser, Kirchweingarten, Schüttenberg, Aubühl und Scheibner. Sie befinden sich in den Weinbauorten Göttlesbrunn, Höflein und Prellenkirchen beziehungsweise deren Umgebung.

Was ist der M1 vom Weingut Markowitsch?

Der M1 ist eine eigenständige Rotweincuvée. Für den Jahrgang 2022 besteht sie aus 68 Prozent Merlot, 22 Prozent Blaufränkisch und 10 Prozent Cabernet Franc. Die offizielle Weinbeschreibung nennt dunkle Fruchtaromen, unterschiedliche Gewürznoten und eine ausgeprägte Struktur.

Das Weingut auf einen Blick

◼ Weingut: Weingut Gerhard Markowitsch

◼ Unternehmen: Gerhard Markowitsch GmbH

◼ Standort: Pfarrgasse 6, 2464 Göttlesbrunn, Niederösterreich, Österreich

◼ Weinbaugebiet: Carnuntum

◼ Familiengeschichte seit: 1750

◼ Spezialisierung auf Weinbau: Seit dem Einstieg von Gerhard Markowitsch 1990

◼ Betriebsführung: Gerhard und Christine Markowitsch

◼ Nächste Generation: Johanna und Helene Markowitsch

◼ Wichtigste Rebsorten: Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay

◼ Weitere Rebsorten: Merlot, Pinot Noir, Cabernet Franc, Weißburgunder, Grüner Veltliner und Sauvignon Blanc

◼ Weinberge: 130 individuell betreute Parzellen

◇ Dokumentierte Einzellagen: Rosenberg, Bärnreiser, Kirchweingarten, Schüttenberg, Aubühl und Scheibner

◇ Weinbauorte: Göttlesbrunn, Höflein und Prellenkirchen

◇ Bodenarten: Löss, Lehm, Kalk, Sand und Donauschotter

◇ Weinbauschwerpunkte: Herkunftsbezogene Rot- und Weißweine

◇ Biologischer Weinbau: Seit 2015 nach Betriebsangaben

◇ Herkunftskategorien: Gebietsweine, Ortsweine und Riedenweine

◇ Kellerwirtschaft: Spontangärung, unterschiedliche Maischestandzeiten und Holzfassausbau

◇ Holzfassgrößen: 500, 1.200 und 2.500 Liter

◇ Bekannte Rotweine: Ried Rosenberg, Ried Bärnreiser, Ried Kirchweingarten und M1

◇ Bekannte Weißweine: Ried Schüttenberg Chardonnay, Göttlesbrunn Weiss und Prellenkirchen Weißburgunder

◇ Weitere Weinlinien: JoMa und Mardonna Rosé

▸ Auszeichnung: Falstaff Winzer des Jahres 1999

▸ Weitere Ehrung: A la Carte Trophée Gourmet 2008

▸ Falstaff-Gesamtsieg: Ried Rosenberg 2017 mit 96 Punkten

▸ Vinaria-Auszeichnung: Erster Platz für Ried Scheibner Pinot Noir 2015 bei einer Verkostung gereifter Pinot Noirs

Das Weingut Gerhard Markowitsch ist ein Familienbetrieb aus Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum. Seine Geschichte reicht bis 1750 zurück. Heute führen Gerhard und Christine Markowitsch das Weingut gemeinsam mit ihren Töchtern Johanna und Helene. Im Mittelpunkt stehen Zweigelt, Blaufränkisch und Chardonnay aus sechs dokumentierten Einzellagen. Die parzellenbezogene Weinbergsbewirtschaftung, die unterschiedlichen Kellerverfahren und eigenständige Weinlinien wie M1 und JoMa prägen das Sortiment.