Weingut Grassl

Weingut Grassl
Copyright: Grassl

Das Weingut Philipp Grassl ist ein familiengeführter Weinbaubetrieb in Göttlesbrunn im niederösterreichischen Weinbaugebiet Carnuntum. Der Betrieb wird in dritter Generation geführt und konzentriert sich insbesondere auf die österreichischen Rotweinrebsorten Zweigelt und Sankt Laurent. Ergänzt wird das Sortiment durch Cuvées, weitere Rotweinsorten und eine Auswahl an Weißweinen.

Im Mittelpunkt steht Philipp Grassl, dessen Name das Weingut trägt. Der Betrieb versteht sich bewusst als mittelgroßes Familienweingut mit starkem Bezug zu seiner Herkunft. Statt einer möglichst umfangreichen Expansion betont Grassl die Weiterentwicklung seiner bestehenden Weine, die sorgfältige Beschäftigung mit einzelnen Weinbergslagen und die Zusammenarbeit innerhalb des Teams.

Zu den wichtigen Herkunftslagen gehören die Rieden Bärnreiser und Schüttenberg, die als Erste Lagen der Österreichischen Traditionsweingüter klassifiziert sind. Auch die Ried Rothenberg bei Höflein und der Göttlesbrunner Neuberg spielen eine Rolle. Das Sortiment reicht von klassischen Sortenweinen über Orts- und Riedenweine bis zu länger ausgebauten Reserven.

Geschichte und Entwicklung des Weinguts

Das Weingut Philipp Grassl ist ein Familienbetrieb in dritter Generation. Seine Geschichte ist eng mit Göttlesbrunn verbunden, einem Weinbauort im niederösterreichischen Carnuntum.

Die Familie hat sich auf die Bewirtschaftung regionaler Rebsorten spezialisiert. Besonders Zweigelt und Sankt Laurent bestimmen das Profil des Betriebs. Im Laufe seiner Entwicklung kamen weitere rote und weiße Rebsorten sowie eigenständige Herkunftsweine hinzu.

Die Entwicklung des Sortiments lässt sich anhand mehrerer Schwerpunkte nachvollziehen:

◼ Weinbau in dritter Generation: Das Weingut wird innerhalb der Familie Grassl fortgeführt und ist in Göttlesbrunn verwurzelt.

◼ Spezialisierung auf Rotweine: Zweigelt und Sankt Laurent bilden die Grundlage der betrieblichen Ausrichtung.

◼ Entwicklung eigenständiger Cuvées: Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah ergänzen die österreichischen Rotweinrebsorten.

◼ Herkunftsorientierte Weinlinien: Der Betrieb unterscheidet zwischen Gebietsweinen, Ortsweinen und Weinen aus klassifizierten Rieden.

◼ Eigenständige Reserveweine: Länger ausgebaute Weine wie Syrah Reserve und die mit einem Stern bezeichnete Reserve ergänzen das Sortiment.

Besonders deutlich wird die Weiterentwicklung bei den Riedenweinen. Grassl produziert eigenständige Weine aus Bärnreiser und Schüttenberg und nutzt damit die unterschiedlichen Standortbedingungen zweier klassifizierter Weinbergslagen.

Auch bei den Weißweinen entwickelte sich das Portfolio weiter. Neben den klassischen Sorten umfasst es heute Chardonnay aus Höflein und der Ried Rothenberg sowie die Cuvée Alte Reben Weiss.

Die Menschen hinter den Weinen

Philipp Grassl – Winzer mit Schwerpunkt auf regionalen Rebsorten

Philipp Grassl steht als namensgebender Winzer im Mittelpunkt des Familienbetriebs.

Die offizielle Selbstdarstellung betont insbesondere die sorgfältige Arbeit an bestehenden Weinen. Nicht die größtmögliche Betriebsgröße, sondern die kontinuierliche Verbesserung der Qualität ist der erklärte Anspruch des Weinguts.

Dieser Ansatz zeigt sich in der Konzentration auf regionale Rebsorten und einer differenzierten Weinbereitung.

Die wichtigsten fachlichen Schwerpunkte sind:

◼ Zweigelt: Die bedeutendste Rebsorte im Sortiment und Grundlage mehrerer Weine.

◼ Sankt Laurent: Eine weitere traditionelle österreichische Rotweinrebsorte, die sowohl klassisch als auch aus älteren Rebanlagen verarbeitet wird.

◼ Cuvées: Die Kombination verschiedener Rebsorten ermöglicht zusätzliche Rotweinstile.

◇ Herkunftsweine: Die gesonderte Verarbeitung einzelner Weinbergslagen gehört zum dokumentierten Konzept.

Der Betrieb versteht Weinqualität ausdrücklich als Ergebnis gemeinsamer Arbeit. Auf seiner Website hebt Grassl den Beitrag seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor und ordnet den Erfolg des Weinguts dem gesamten Team zu.

Die Familie und das Team

Das Weingut beschreibt sich als Familienbetrieb in dritter Generation.

Neben der familiären Kontinuität betont die offizielle Darstellung die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten. Diese werden ausdrücklich als wichtiger Bestandteil der betrieblichen Entwicklung und der erreichten Auszeichnungen genannt.

Damit verbindet das Weingut seine Familiengeschichte mit einem Arbeitsverständnis, das die verschiedenen Tätigkeiten in Weinberg, Keller und Betrieb als gemeinsame Aufgabe betrachtet.

Herkunft, Weinberge und Terroir

Das Weingut Grassl befindet sich in Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum, östlich von Wien.

Die Region ist durch den Einfluss des pannonischen Klimas sowie unterschiedliche geologische Bedingungen geprägt. Die Weinberge befinden sich auf Böden mit Lehm-, Kalk-, Sand- und Schotteranteilen.

Für das Weingut besitzen einzelne Herkunftslagen eine besondere Bedeutung. Ihre unterschiedlichen Ausrichtungen und Bodenstrukturen werden bei der Auswahl der Rebsorten und der Herstellung der Weine berücksichtigt.

Ried Bärnreiser – klassifizierte Erste Lage

Die Ried Bärnreiser gehört zu den beiden vom Weingut hervorgehobenen Ersten Lagen.

Die Bezeichnung 1ÖTW kennzeichnet die Klassifikation als Erste Lage im System der Österreichischen Traditionsweingüter.

Grassl erzeugt aus dieser Herkunft einen eigenständigen Riedenwein. Darüber hinaus ist der Name Bärnreiser mit der Entwicklung der Reserveweine des Betriebs verbunden.

Ried Schüttenberg – eine weitere Erste Lage

Auch die Ried Schüttenberg ist als 1ÖTW Erste Lage klassifiziert.

Der Betrieb verarbeitet Trauben dieser Herkunft zu einem eigenständigen Riedenwein. Gemeinsam mit dem Bärnreiser gehört der Schüttenberg zu den besonders hervorgehobenen Weinbergslagen des Hauses.

Die getrennte Präsentation dieser beiden Rieden verdeutlicht den hohen Stellenwert der geografischen Herkunft im Sortiment.

Ried Rothenberg – Chardonnay aus Höflein

Die Ried Rothenberg liegt nördlich von Höflein und gehört zu den wichtigen Weißweinherkünften des Weinguts.

Sie befindet sich auf einer vergleichsweise hoch gelegenen Fläche, die von Wald umgeben ist. Namensgebend sind die roten Schotter, die den Boden dieser Lage charakterisieren.

Grassl nutzt die Herkunft für einen eigenständigen Chardonnay.

Anders als Bärnreiser und Schüttenberg wird der Rothenberg auf der offiziellen Website nicht als klassifizierte Erste Lage bezeichnet.

Göttlesbrunner Neuberg und weitere Herkunftsweine

Auch der Neuberg gehört zu den dokumentierten Weinbergslagen.

Die wichtigsten Merkmale sind:

◼ Ried Neuberg: Eine leicht nach Südosten abfallende, windgeschützte Lage mit tonreichen und lehmigen Böden.

◼ Ried Rothenberg: Eine höher gelegene Chardonnay-Herkunft nördlich von Höflein mit roten Schotterböden.

◼ Ried Bärnreiser: Eine klassifizierte Erste Lage, aus der Grassl einen eigenständigen Rotwein erzeugt.

◼ Ried Schüttenberg: Eine weitere klassifizierte Erste Lage im Sortiment.

◇ Höflein: Herkunft eines eigenständigen Chardonnay-Ortsweins.

◇ Prellenkirchen: Herkunft eines weiteren Rotweins im Ortsweinsortiment.

Die unterschiedlichen Lagen zeigen die geografische Vielfalt innerhalb der Grassl-Weine. Herkunft und Zusammensetzung werden dabei auf den jeweiligen Produktseiten konkretisiert.

Weinbauphilosophie und Arbeitsweise

Das Weingut Grassl verfolgt einen Ansatz, der auf sorgfältiger Bewirtschaftung und möglichst präziser Verarbeitung des Traubenmaterials basiert.

Dabei betont der Betrieb den Bezug zu den Rebsorten, den Weinbergslagen und den jeweiligen Jahrgängen.

Biologische Bewirtschaftung

Für verschiedene Weine dokumentiert Grassl ausdrücklich die Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien.

Bei der Verarbeitung werden die Trauben je nach Wein und Jahrgang von Hand gelesen und selektiert. Die offiziellen Produktinformationen beschreiben häufig eine zweistufige Traubenauswahl.

Zu den dokumentierten Arbeitsweisen gehören:

◼ Biologisch bewirtschaftete Weingärten: Bei entsprechenden Weinen wird die biologische Bewirtschaftung ausdrücklich angegeben.

◼ Handlese: Die Trauben werden bei den dokumentierten Weinen von Hand geerntet.

◼ Zweistufige Selektion: Das Weingut beschreibt eine Auswahl der Trauben in zwei Selektionsschritten.

◼ Getrennte Verarbeitung: Herkunft und Rebsortenzusammensetzung werden für die einzelnen Weine dokumentiert.

Die Bio-Kennzeichnung wird produktbezogen verwendet. Das Weingut nennt im Impressum die Kontrollnummer AT-BIO-402.

Gärung und Rotweinausbau

Bei den Rotweinen nutzt Grassl unterschiedliche Verfahren der Maischegärung und der anschließenden Fassreifung.

Die Maischegärung erfolgt bei dokumentierten Weinen in Edelstahlbehältern. Dabei bleiben Traubenschalen und weitere feste Bestandteile während der Gärung mit dem Most in Kontakt.

Durch das Überfluten oder Unterstoßen des Tresterhuts wird der Kontakt zwischen Flüssigkeit und Traubenschalen beeinflusst.

Anhand des Zweigelt Classic 2024 und des Göttlesbrunn Ried Neuberg 2023 lassen sich mehrere Verfahren konkret beschreiben:

◼ Gärung mit natürlichen Hefen: Für beide Weine ist eine entsprechende Gärung dokumentiert.

◼ Maischestandzeit: Beim Zweigelt Classic 2024 beträgt sie 12 bis 16 Tage, beim Neuberg 2023 zwischen 14 und 18 Tagen.

◼ Biologischer Säureabbau: Erfolgt bei den dokumentierten Rotweinen im Holzfass.

◇ Fassausbau: Je nach Wein kommen gebrauchte Barriques, neue kleine Holzfässer und größere Tonneaux zum Einsatz.

▸ Klärung und Reifung: Die offiziellen Weinbeschreibungen nennen schonendes Umziehen und natürliche Sedimentation.

Die unterschiedlichen Verfahren werden auf den jeweiligen Wein abgestimmt. Nicht sämtliche Weine des Betriebs besitzen dieselbe Maischestandzeit oder Reifedauer.

Die Weine des Weinguts Philipp Grassl

Das Sortiment des Weinguts ist besonders stark von roten Rebsorten geprägt. Nach der eigenen Betriebsdarstellung entfallen rund vier Fünftel der Produktion auf Rotweine.

Zweigelt nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Auf einer offiziellen Produktseite nennt Grassl einen Anteil von rund 50 Prozent am Sortenspiegel.

Daneben werden Sankt Laurent, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah verarbeitet. Ergänzend produziert der Betrieb Weißweine sowie Rosé und einen Pétillant Naturel.

Zweigelt – die wichtigste Rebsorte

Zweigelt gehört zu den zentralen Rebsorten des Weinguts und wird in unterschiedlichen Weinlinien hergestellt.

Der Zweigelt Classic 2024 stammt aus südöstlich ausgerichteten Lagen im Weinbaugebiet Carnuntum. Die Reben stehen auf lehmigen bis schottrigen Böden und sind teilweise bis zu 50 Jahre alt.

Die dokumentierten Merkmale dieses Weins sind:

◼ Rebsorte: Zweigelt.

◼ Herkunft: Carnuntum DAC.

◼ Lese: Handlese und zweistufige Selektion Anfang September 2024.

◼ Gärung: In Edelstahlbehältern mit natürlichen Hefen.

◼ Maischestandzeit: 12 bis 16 Tage.

◼ Ausbau: Biologischer Säureabbau und weitere Reifung in gebrauchten Holzfässern.

Das Weingut beschreibt den Wein mit Kirscharomen, dunklen Beeren und einer würzigen Fruchtstruktur. Am Gaumen werden saftige Frucht und feine Tannine hervorgehoben.

Rubin Carnuntum – regionaler Zweigelt

Mit dem Rubin Carnuntum führt Grassl einen weiteren Wein aus der Rebsorte Zweigelt.

Die Bezeichnung Rubin Carnuntum ist eng mit der regionalen Weinproduktion verbunden.

Im offiziellen Sortiment wird der Jahrgang 2024 geführt.

Im Unterschied zum Zweigelt Classic besitzt Rubin Carnuntum eine eigenständige Produktbezeichnung und Einordnung innerhalb der Weine aus Carnuntum.

Sankt Laurent – Classic und Alte Reben

Die Rebsorte Sankt Laurent bildet neben Zweigelt einen weiteren Schwerpunkt des Betriebs.

Grassl bietet unterschiedliche Varianten an:

◼ Sankt Laurent Classic 2025: Eine eigenständige, reinsortige Abfüllung.

◼ Sankt Laurent Alte Reben 2023: Ein weiterer Wein, dessen Bezeichnung auf ältere Rebanlagen verweist.

Die beiden Varianten ergänzen das Sortiment um unterschiedliche Ausprägungen derselben Rebsorte.

Göttlesbrunn Ried Neuberg – eine Rotweincuvée

Der Göttlesbrunn Ried Neuberg 2023 ist eine Cuvée aus drei roten Rebsorten.

Die Trauben stammen aus der windgeschützten, nach Südosten abfallenden Lage Neuberg. Der Boden besitzt einen hohen Lehm- und Tonanteil, der nach Angaben des Weinguts Wasser speichern kann.

Der Wein besteht aus:

◼ 50 Prozent Zweigelt

◼ 40 Prozent Blaufränkisch

◼ 10 Prozent Merlot

Die Trauben wurden Anfang Oktober 2023 von Hand gelesen und in zwei Schritten selektiert.

Anschließend erfolgte eine Spontangärung mit einer Maischestandzeit von 14 bis 18 Tagen. Für den weiteren Ausbau wurden kleine Holzfässer und 500-Liter-Tonneaux aus französischer und österreichischer Eiche verwendet.

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt dunkle Kirschen, reife Zwetschken, schwarze Johannisbeeren und Brombeeren. Außerdem wird der Wein als körperreich mit ausgeprägten Tanninen beschrieben.

Weitere Ortsweine

Zum Sortiment gehören auch Weine aus anderen Orten des Weinbaugebiets Carnuntum.

◼ Prellenkirchen 2023: Ein eigenständiger Ortswein aus Prellenkirchen.

◼ Chardonnay Höflein 2025: Ein Weißwein aus Höfleiner Weingärten.

Die Ortswein-Kategorie ermöglicht eine geografische Zuordnung zu einer bestimmten Gemeinde, ohne dass sämtliche Trauben aus derselben Einzellage stammen müssen.

Ried Schüttenberg 1ÖTW – Zweigelt aus einer Ersten Lage

Der Ried Schüttenberg 1ÖTW 2023 ist ein reinsortiger Zweigelt aus einer der klassifizierten Ersten Lagen des Weinguts.

Die Weinberge befinden sich auf dem Schüttenberg, der mit rund 280 Metern die höchste Erhebung der Arbesthaler Hügelkette bildet. Die Böden sind stark von Schotterablagerungen eines früheren Donauverlaufs geprägt.

Für den Jahrgang 2023 dokumentiert Grassl folgende Herstellung:

◼ Rebsorte: 100 Prozent Zweigelt.

◼ Lese: Zweistufige Handlese Ende September 2023.

◼ Maischegärung: In Holzgärständern mit natürlichen Hefen.

◼ Maischestandzeit: 21 Tage.

◼ Ausbau: 16 Monate Reifung in 500-Liter-Tonneaux aus burgundischer Eiche.

Die offizielle Verkostungsbeschreibung nennt Zwetschken, Kirschen, Weichseln und tabakige Nuancen. Ergänzt werden diese durch präsente Tannine und Bitterschokoladeanklänge.

Ried Bärnreiser 1ÖTW – Rotweincuvée aus alten Reben

Die Ried Bärnreiser gehört zu den wichtigsten Rotweinherkünften des Hauses. Ihre Böden sind von Quarzkies, Feinschotter und kalkhaltigen Ablagerungen geprägt.

Für den Jahrgang 2023 verwendet Grassl eine Cuvée aus Zweigelt, Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.

Die Trauben stammen nach Angaben des Betriebs teilweise von bis zu 60 Jahre alten Rebstöcken.

◼ Herkunft: Ried Bärnreiser, Carnuntum DAC.

◼ Weinart: Trockene Rotweincuvée.

◼ Lese: Zweistufige Handlese zwischen Ende September und Anfang Oktober 2023.

◼ Gärung: Mit natürlichen Hefen in Holzgärständern.

◼ Maischestandzeit: 18 bis 25 Tage.

◼ Reifung: 18 Monate in kleinen Holzfässern und 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche.

Die offizielle Weinbeschreibung nennt dunkle Waldbeeren, Cassis, Kräuterwürze und Bitterschokolade. Der Wein wird außerdem mit kräftiger Struktur und ausgeprägten Tanninen beschrieben.

Chardonnay aus Höflein und der Ried Rothenberg

Neben den Rotweinen besitzt Chardonnay einen wichtigen Stellenwert im Sortiment von Grassl.

Besonders interessant sind zwei Herkunftsweine:

◼ Chardonnay Höflein 2025: Ein Ortswein aus nordöstlich ausgerichteten Weinbergen mit kalkhaltigen, schottrigen Lehmböden. Für diesen Jahrgang dokumentiert Grassl eine Gärung mit natürlichen Hefen in großen Holzfässern und eine Reifung auf der Rohhefe.

◼ Chardonnay Ried Rothenberg 2024: Ein Lagenwein aus einer höher gelegenen, waldnahen Riede nördlich von Höflein. Die roten Schotterböden gehören zu ihren charakteristischen Standortmerkmalen.

Der Chardonnay Höflein 2025 wird in der offiziellen Verkostungsbeschreibung mit Birnen, Quitten, Nüssen, Biskuit und Zitrusfrüchten charakterisiert.

Weitere Weißweine, Rosé und Reserven

Das Sortiment umfasst zusätzliche Rebsorten und eigenständige Weinlinien.

◼ Welschriesling und Grüner Veltliner: Zwei klassische österreichische Weißweinrebsorten, die auch Grassl verarbeitet.

◼ Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc: Ergänzen das Weißweinsortiment.

◼ Alte Reben Weiss: Eine weitere eigenständige Weißweinabfüllung des Betriebs.

◼ Rosé: Ein Roséwein aus Zweigelt.

◼ Rosé Leger Pétillant Naturel: Ein Perlwein, der das Rosésortiment ergänzt.

Bei den Rotweinreserven gehören außerdem Pinot Noir Reserve, Syrah Reserve und die mit einem Stern bezeichnete Reserve zum dokumentierten Angebot.

Auszeichnungen und Prämierungen

Philipp Grassl wurde im Jahr 2018 von Falstaff zum Winzer des Jahres ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte im Rahmen der VieVinum in Wien.

Die Auszeichnung würdigte seine Arbeit im Weinbaugebiet Carnuntum und die Entwicklung der Rotweine des Familienbetriebs.

Auch einzelne Weine erhielten dokumentierte Fachbewertungen.

Ausgewählte Weinbewertungen

◼ Ried Bärnreiser 1ÖTW 2023: 97 Punkte von Falstaff und 96 Punkte von A la Carte.

◼ Ried Schüttenberg 1ÖTW 2023: 94 Punkte von Falstaff und 95 Punkte von A la Carte.

◼ Göttlesbrunn Ried Neuberg 2023: 94 Punkte von Falstaff und 93 Punkte von A la Carte.

◼ Chardonnay Höflein 2025: 93 Punkte von Falstaff und 95 Punkte von A la Carte.

◇ Weitere Fachbewertungen: Die offiziellen Produktseiten führen für ausgewählte Weine auch Bewertungen von Vinaria und Gault-Millau an.

Die Ergebnisse betreffen die jeweils genannten Weine und Jahrgänge. Sie zeigen, dass sowohl Rotweincuvées als auch reinsortige Lagenweine und Chardonnay-Abfüllungen bei Fachverkostungen berücksichtigt wurden.

Was das Weingut besonders macht

Das Weingut Philipp Grassl verbindet seine familiäre Herkunft mit einer deutlichen Spezialisierung auf Rotwein und einer differenzierten Darstellung seiner Weinbergslagen.

Besonders kennzeichnend sind:

◼ Familienbetrieb in dritter Generation: Das Weingut ist in Göttlesbrunn verwurzelt.

◼ Zweigelt als wichtigste Rebsorte: Sie nimmt nach offizieller Angabe rund die Hälfte des Sortenspiegels ein.

◼ Schwerpunkt auf heimischen Rotweinsorten: Besonders Zweigelt und Sankt Laurent prägen das Sortiment.

◼ Zwei klassifizierte Erste Lagen: Bärnreiser und Schüttenberg bilden wichtige Herkunftsschwerpunkte.

◼ Unterschiedliche Weinbereitung: Handlese, natürliche Hefen und verschiedene Holzfassgrößen werden bei ausgewählten Weinen eingesetzt.

◇ Herkunftsorientiertes Sortiment: Gebietsweine, Ortsweine und Riedenweine werden gesondert angeboten.

◇ Chardonnay aus Höflein: Die Ried Rothenberg ergänzt das Sortiment um eine Herkunft mit roten Schotterböden.

▸ Auszeichnung: Philipp Grassl wurde 2018 von Falstaff zum Winzer des Jahres gewählt.

Die Verbindung aus regionalen Rebsorten, klassifizierten Weinlagen und einer auf die einzelnen Weine abgestimmten Kellerarbeit prägt das Profil des Familienbetriebs.

Fazit

Das Weingut Philipp Grassl in Göttlesbrunn ist ein Familienbetrieb in dritter Generation, dessen Schwerpunkt auf Zweigelt, Sankt Laurent und Rotweincuvées aus Carnuntum liegt. Die unterschiedlichen Weinbergslagen und der Anspruch, bestehende Weine kontinuierlich weiterzuentwickeln, bestimmen die Ausrichtung.

Mit den Rieden Bärnreiser und Schüttenberg verfügt das Weingut über zwei klassifizierte Erste Lagen. Chardonnay aus Höflein, weitere Weißweine und ausgewählte Reserven ergänzen das Rotweinsortiment.

Die Auszeichnung von Philipp Grassl zum Falstaff Winzer des Jahres 2018 und die dokumentierten Bewertungen einzelner Weine unterstreichen die fachliche Anerkennung seiner Arbeit. Das Porträt zeigt zugleich, wie eng die Weinproduktion mit der Herkunft aus Göttlesbrunn und den unterschiedlichen Standorten in Carnuntum verbunden ist.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo befindet sich das Weingut Philipp Grassl?

Das Weingut Philipp Grassl befindet sich in Am Graben 4 und 6 in 2464 Göttlesbrunn, Niederösterreich. Der Betrieb liegt im Weinbaugebiet Carnuntum östlich von Wien.

Wer führt das Weingut Grassl?

Philipp Grassl führt den Familienbetrieb in dritter Generation. Er übernahm das Weingut im Jahr 2006 von seinen Eltern und entwickelte insbesondere die Rotweinproduktion weiter.

Welche Rebsorten verarbeitet das Weingut Grassl?

Die wichtigsten roten Rebsorten sind Zweigelt und Sankt Laurent. Darüber hinaus verarbeitet das Weingut unter anderem Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Pinot Noir. Zum Weißweinsortiment gehören Welschriesling, Grüner Veltliner, Chardonnay und Sauvignon Blanc.

Welche bekannten Weinbergslagen gehören zum Weingut Grassl?

Besonders wichtig sind die Rieden Bärnreiser und Schüttenberg, die als Erste Lagen klassifiziert sind. Weitere dokumentierte Herkünfte sind der Göttlesbrunner Neuberg und die Ried Rothenberg bei Höflein.

Was ist der Unterschied zwischen Ried Bärnreiser und Ried Schüttenberg?

Der Ried Bärnreiser 1ÖTW 2023 ist eine Rotweincuvée aus mehreren Rebsorten, darunter Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot. Der Ried Schüttenberg 1ÖTW 2023 besteht dagegen ausschließlich aus Zweigelt. Auch die Bodenverhältnisse und die dokumentierten Ausbauverfahren unterscheiden sich.

Welche Auszeichnungen hat Philipp Grassl erhalten?

Philipp Grassl wurde 2018 von Falstaff zum Winzer des Jahres ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielten einzelne Weine hohe Fachbewertungen, darunter 97 Falstaff-Punkte für Ried Bärnreiser 1ÖTW 2023.

Das Weingut auf einen Blick

◼ Weingut: Weingut Philipp Grassl

◼ Standort: Am Graben 4 und 6, 2464 Göttlesbrunn, Niederösterreich, Österreich

◼ Weinbaugebiet: Carnuntum

◼ Generation: Dritte Generation

◼ Winzer: Philipp Grassl

◼ Betriebsübernahme: 2006

◼ Wichtigste rote Rebsorten: Zweigelt und Sankt Laurent

◼ Weitere rote Rebsorten im Sortiment: Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Pinot Noir

◼ Weiße Rebsorten: Welschriesling, Grüner Veltliner, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Gelber Muskateller

◇ Rotweinanteil: Rund vier Fünftel der Produktion nach offizieller Betriebsdarstellung

◇ Zweigelt-Anteil: Rund 50 Prozent des Sortenspiegels laut Produktbeschreibung

◇ Klassifizierte Erste Lagen: Bärnreiser 1ÖTW und Schüttenberg 1ÖTW

◇ Weitere Weinlagen: Rothenberg und Neuberg

◇ Bekannte Weine: Ried Bärnreiser, Ried Schüttenberg, Göttlesbrunn Ried Neuberg, Rubin Carnuntum und Sankt Laurent Alte Reben

◇ Weinbergsbewirtschaftung: Biologische Bewirtschaftung bei entsprechend gekennzeichneten Weinen, Handlese und Traubenselektion

◇ Kellerwirtschaft: Maischegärung mit natürlichen Hefen und Ausbau in unterschiedlichen Holzfässern

◇ Weinlinien: Gebietsweine, Ortsweine, Riedenweine und Reserven

▸ Auszeichnung: Falstaff Winzer des Jahres 2018

▸ Weinbewertung: 97 Falstaff-Punkte für Ried Bärnreiser 1ÖTW 2023

Das Weingut Philipp Grassl ist ein Familienbetrieb aus Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum. In dritter Generation konzentriert sich der Betrieb insbesondere auf Zweigelt, Sankt Laurent und herkunftsbezogene Rotweine. Die klassifizierten Rieden Bärnreiser und Schüttenberg sowie die unterschiedlichen Ausbauverfahren prägen das Sortiment. Ergänzt wird es durch Chardonnay, weitere Weißweine und Reserven.