Weingut Gesellmann

Weingut Gesellmann
Copyright: Gesellmann

Das Weingut Gesellmann ist ein familiengeführter Weinbaubetrieb in Deutschkreutz im österreichischen Mittelburgenland. Seine Geschichte lässt sich bis ins Jahr 1719 zurückverfolgen, als das Gut erstmals urkundlich erwähnt wurde. Heute führen Albert und Silvia Gesellmann das Weingut, dessen Sortiment besonders durch Blaufränkisch und eigenständige Rotweincuvées geprägt wird.

Die Familie bewirtschaftet rund 50 Hektar Rebfläche in verschiedenen Lagen rund um Deutschkreutz. Ein wichtiger Entwicklungsschritt erfolgte in den 1980er-Jahren, als Engelbert Gesellmann internationale Rebsorten auspflanzte und den Ausbau in französischen Barriquefässern einführte. Aus dieser Entwicklung entstanden Weine wie Opus Eximium und Bela Rex, die bis heute zum Sortiment gehören.

Neben diesen Cuvées zählen G, hochberc und Chardonnay Ried Steinriegel zu den bekannten Weinen des Hauses. Die Verbindung aus historischen Familienwurzeln, biologisch zertifiziertem Weinbau, sorgfältiger Traubenselektion und unterschiedlichen Ausbauverfahren prägt das heutige Profil des Betriebs.

Geschichte und Entwicklung des Weinguts

Die Geschichte des Weinguts Gesellmann beginnt mit einer urkundlichen Erwähnung aus dem Jahr 1719. Über zahlreiche Generationen hinweg wurde innerhalb der Familie Wissen über Weinbau und Weinbereitung weitergegeben.

Eine besonders wichtige Phase begann in den 1980er-Jahren. Damals beschäftigte sich Engelbert Gesellmann mit internationalen roten Rebsorten und deren Ausbau in französischen Barriquefässern. Diese Entscheidung gehörte zu den frühen Entwicklungen des modernen burgenländischen Rotweinbaus.

Engelbert Gesellmann war damit Teil jener Winzergeneration, die neue Rebsorten und Verfahren der Kellerwirtschaft im Burgenland etablierte.

Die wichtigsten Meilensteine

◼ 1719 – Erste urkundliche Erwähnung: Das Gut Gesellmann wird erstmals in historischen Dokumenten genannt.

◼ 1980er-Jahre – Neue Rebsorten und Ausbauverfahren: Engelbert Gesellmann pflanzt internationale Rebsorten aus und beschäftigt sich mit der Reifung in französischen Barriquefässern.

◼ 1988 – Beginn von Opus Eximium: Die erste Abfüllung dieser Rotweincuvée wird produziert.

◼ 1992 – Entstehung von Bela Rex: Eine weitere Cuvée entsteht aus Cabernet Sauvignon und Merlot.

◼ 1997 – Erster Jahrgang von G: Die Familie entwickelt einen Rotwein aus ausgewählten Trauben alter Blaufränkisch- und St.-Laurent-Rebstöcke.

◼ 2005 – Beginn der hochberc-Linie: Der reinsortige Blaufränkisch hochberc wird erstmals vinifiziert.

◼ 2015 – Biologisch zertifizierter Jahrgang: Nach der Umstellung der Bewirtschaftung entstehen die ersten BIO-zertifizierten Weine des Betriebs.

Die Entwicklung macht deutlich, dass Gesellmann seine Weinproduktion sowohl durch neue Rebsortenentscheidungen als auch durch eigenständige Weinlinien erweitert hat.

Dabei blieb insbesondere Blaufränkisch ein zentraler Bestandteil des Sortiments. Während Bela Rex auf internationalen Bordeaux-Rebsorten basiert, stehen bei Opus Eximium und G traditionelle österreichische Rotweinsorten im Mittelpunkt.

Die Menschen hinter den Weinen

Engelbert Gesellmann – ein Wegbereiter des burgenländischen Rotweins

Engelbert Gesellmann gehörte zu den prägenden Winzern der österreichischen Rotweinentwicklung in den 1980er-Jahren.

Seine Entscheidung, internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot anzubauen und den Ausbau in kleinen französischen Eichenfässern einzusetzen, stellte damals eine bedeutende Weiterentwicklung der betrieblichen Weinbereitung dar.

Besonders die Entstehung von Opus Eximium und Bela Rex ist eng mit seiner Arbeit verbunden.

Engelbert Gesellmann verstarb im Dezember 2021. Für seine Verdienste um den burgenländischen Weinbau wurde ihm das Komturkreuz verliehen.

Albert Gesellmann – Weiterentwicklung der Familienweine

Albert Gesellmann führt das Weingut heute gemeinsam mit seiner Ehefrau Silvia.

Er sammelte während seiner beruflichen Ausbildung internationale Erfahrungen, unter anderem in Südafrika und den Vereinigten Staaten. Anschließend brachte er dieses Wissen in die Entwicklung der familieneigenen Weine ein.

Besonders die Cuvée G ist mit seiner Arbeit verbunden. Ihre erste Abfüllung stammt aus dem Jahr 1997. Der Wein wird ausschließlich in ausgewählten Jahrgängen hergestellt und erhält eine besonders lange Reifezeit im Holzfass.

Auch bei der Weiterentwicklung der anderen Weinlinien beschäftigt sich Albert Gesellmann mit der Verbindung unterschiedlicher Rebsorten, der Traubenselektion und den Möglichkeiten der Fassreifung.

Silvia Gesellmann und die nächste Generation

Silvia Gesellmann führt den Familienbetrieb gemeinsam mit Albert Gesellmann.

Auf der offiziellen Website werden auch die beiden Kinder Francesca und Konstantin Gesellmann als Teil der Familie vorgestellt. Sie repräsentieren die nächste Generation des Weinguts.

Im Mittelpunkt der familiären Zusammenarbeit stehen die Fortführung der Weinbautradition und die Weiterentwicklung der bestehenden Weine.

Die Geschichte des Betriebs wird damit durch mehrere Generationen geprägt:

◼ Engelbert Gesellmann: Entwicklung des modernen Rotweinsortiments und Einführung internationaler Rebsorten mit Barriqueausbau.

◼ Albert Gesellmann: Weinbereitung und Entwicklung eigenständiger Rotweinlinien wie G.

◼ Silvia Gesellmann: Gemeinsame Führung des Familienweinguts.

◇ Francesca und Konstantin Gesellmann: Die nächste Generation der Winzerfamilie.

Die Verbindung zwischen den Generationen zeigt sich besonders in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Opus Eximium, Bela Rex und den später entstandenen Weinlinien.

Herkunft, Weinberge und Terroir

Das Weingut Gesellmann befindet sich in Deutschkreutz im Mittelburgenland. Die Region gehört zu den bedeutenden österreichischen Herkunftsgebieten für Blaufränkisch.

Das Weinbaugebiet Mittelburgenland erstreckt sich von den südlichen Ausläufern des Ödenburger Gebirges bis zum Günser Bergland.

Gesellmann bewirtschaftet in dieser Region rund 50 Hektar Weinberge.

Das Klima rund um Deutschkreutz

Die klimatischen Bedingungen sind durch pannonische Einflüsse geprägt.

Sonnenreiche Tage und vergleichsweise kühle Nächte bilden wichtige Voraussetzungen während der Vegetationsperiode. Der Neusiedler See beeinflusst zusätzlich das regionale Mikroklima.

Für den Weinbau sind besonders folgende Merkmale relevant:

◼ Sonnenreiche Vegetationsperiode: Die warmen Bedingungen unterstützen die Reifung spät reifender Rebsorten wie Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Merlot.

◼ Kühle Nächte: Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht beeinflussen die Reifeentwicklung der Trauben.

◼ Pannonischer Klimaeinfluss: Die Region ist durch vergleichsweise warme und trockene Witterungsverhältnisse geprägt.

Diese Bedingungen bilden den geografischen Rahmen für die Rotweinproduktion des Weinguts.

Lehmböden und steinige Weinbergslagen

Die Weinberge rund um Deutschkreutz besitzen unterschiedliche Bodenverhältnisse.

Für die Rotweine des Hauses spielen besonders tiefgründige, schwere Lehmböden eine Rolle. Sie verfügen über eine hohe Wasserspeicherfähigkeit, die während trockener Witterungsperioden von Bedeutung sein kann.

Darüber hinaus kommen in einzelnen Weinbergen kalkhaltige Unterböden vor.

Für die Weißweinproduktion nutzt das Weingut auch steinigere Standorte an den Ausläufern eines ehemaligen Vulkangebiets.

◼ Schwere Lehmböden: Besonders wichtig für die Bewirtschaftung roter Rebsorten.

◼ Kalkhaltige Untergründe: Gehören zu den geologischen Merkmalen einzelner Weinberge.

◼ Steinige Rieden: Werden unter anderem für Chardonnay genutzt.

◇ Ried Steinriegel: Eine dokumentierte Herkunftslage des Chardonnay Ried Steinriegel.

◇ Ried Siglos: Die Herkunft des Pinot Noir Ried Siglos.

Die unterschiedlichen Böden ermöglichen es dem Betrieb, Trauben verschiedener Standorte getrennt zu verarbeiten und in eigenständigen Weinen auszubauen.

Weinbauphilosophie und Arbeitsweise

Die Arbeitsweise des Weinguts Gesellmann verbindet eine sorgfältige Bewirtschaftung der Weinberge mit der gezielten Auswahl des Traubenmaterials.

Ein zentraler Bestandteil ist die biologische Bewirtschaftung. Seit dem Jahrgang 2015 produziert das Weingut BIO-zertifizierte Weine.

Biologischer Weinbau und Traubenselektion

Die Familie legt besonderen Wert auf die Pflege der Weinberge und die Auswahl gesunder, reifer Trauben.

Nach Angaben des Weinguts findet bereits während der Ernte eine genaue Kontrolle statt.

Zu den dokumentierten Maßnahmen gehören:

◼ Biologisch zertifizierte Produktion: Seit dem Jahrgang 2015 werden die Weine entsprechend den Anforderungen des biologischen Weinbaus hergestellt.

◼ Handlese: Die Trauben werden von Hand geerntet.

◼ Selektion des Traubenmaterials: Bereits im Weinberg wird auf die Auswahl geeigneter Trauben geachtet.

◼ Optische Beerenselektion: Seit der Ernte 2011 setzt der Betrieb ergänzend eine computergesteuerte optische Sortierung ein.

◇ Alte Rebstöcke: Für einzelne Weine werden Trauben von bis zu 90 Jahre alten Reben verwendet.

Die optische Sortierung ermöglicht es, unerwünschte Bestandteile wie unreife Beeren oder Pflanzenreste vor der weiteren Verarbeitung auszuscheiden.

Kellerwirtschaft und Holzfassausbau

Im Keller nutzt Gesellmann unterschiedliche Verfahren, die auf die jeweiligen Rebsorten und Weinlinien abgestimmt werden.

Die Rotweinbereitung umfasst unter anderem die Maischegärung und den biologischen Säureabbau.

Bei der Maischegärung bleiben die Traubenschalen während der Gärung mit dem Most in Kontakt. Dadurch werden unter anderem Farbstoffe und Gerbstoffe extrahiert.

Der biologische Säureabbau ist ein mikrobiologischer Prozess, bei dem Äpfelsäure in die mildere Milchsäure umgewandelt wird.

Weitere dokumentierte Verfahren sind:

◼ Spontangärung: Wird bei ausgewählten Rotweinen wie G eingesetzt.

◼ Maischegärung in Holzbehältern: Gehört zur dokumentierten Herstellung einzelner Spitzenweine.

◼ Ausbau in kleinen Eichenfässern: Besonders für länger reifende Rotweine.

◼ Reifung im großen Holzfass: Bei ausgewählten Cuvées erfolgt nach der Zusammenstellung eine weitere Reifephase.

▸ Unterschiedliche Fassgrößen: Der Betrieb verwendet je nach Wein und Ausbaukonzept sowohl kleinere Barriques als auch größere Holzfässer.

Die lange Reifung einzelner Weine gehört zu den Besonderheiten der Kellerwirtschaft bei Gesellmann.

Die Weine des Weinguts Gesellmann

Das Sortiment umfasst Rotweine, Weißweine, Rosésekt und Süßweine. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Blaufränkisch und Rotweincuvées.

Zu den bekannten Weinlinien gehören G, hochberc, Bela Rex und Opus Eximium.

G – eine Cuvée aus alten Rebstöcken

Der Wein G zählt zu den aufwendig ausgebauten Rotweinen des Familienbetriebs.

Seine Geschichte beginnt mit dem Jahrgang 1997. Für die Produktion werden ausgewählte Trauben alter Blaufränkisch- und St.-Laurent-Rebstöcke verwendet.

G wird ausschließlich in Jahrgängen erzeugt, die nach Einschätzung des Weinguts die Voraussetzungen für diese Weinlinie erfüllen.

Für den Jahrgang 2020 sind folgende Eigenschaften dokumentiert:

◼ Rebsorten: 95 Prozent Blaufränkisch und 5 Prozent St. Laurent.

◼ Traubenlese: Selektive Handlese vollreifer Trauben.

◼ Gärung: Spontangärung und traditionelle Maischegärung in Holzbehältern.

◼ Maischestandzeit: 50 Tage einschließlich der anschließenden Mazeration.

◼ Holzfassausbau: 40 Monate in kleinen Eichenfässern.

◇ Weitere Reifung: Nach der Zusammenstellung zur Cuvée folgten vier Monate im großen Holzfass.

Das Weingut beschreibt für G 2020 unter anderem Aromen von Waldbeeren, Vanille, kandierten Orangenschalen, Minze und Nougat.

Die lange Maischestandzeit und die ausgedehnte Reifung gehören zu den klar dokumentierten Merkmalen dieses Weins.

hochberc – Blaufränkisch aus Deutschkreutz

Der hochberc wird seit 2005 als reinsortiger Blaufränkisch produziert.

Er gehört zu den wichtigsten Rotweinen des Hauses und wird aus ausgewähltem Traubenmaterial hergestellt.

Blaufränkisch steht dabei im Mittelpunkt der Weinbereitung. Die Rebsorte ist eng mit dem Weinbaugebiet Mittelburgenland verbunden.

Der hochberc bildet innerhalb des Sortiments eine eigenständige Linie neben den verschiedenen Rotweincuvées.

Opus Eximium – eine Cuvée mit Geschichte

Opus Eximium wurde erstmals 1988 produziert.

Die Cuvée entstand während jener Entwicklungsphase, in der Engelbert Gesellmann neue Rebsorten und Ausbauverfahren im Burgenland etablierte.

Während frühere Jahrgänge auch Cabernet Sauvignon enthielten, besteht die heutige Weinlinie aus österreichischen Rotweinrebsorten.

Zu den dokumentierten Sorten gehören:

◼ Blaufränkisch: Eine der wichtigsten Rotweinrebsorten des Mittelburgenlands.

◼ Zweigelt: Eine weitere österreichische rote Rebsorte.

◼ St. Laurent: Ergänzt die Cuvée um eine dritte Rebsorte.

Die Zusammensetzung macht Opus Eximium zu einem Beispiel für die Verbindung traditioneller österreichischer Rotweinsorten innerhalb einer eigenständigen Cuvée.

Bela Rex – Cabernet Sauvignon und Merlot

Bela Rex wurde erstmals 1992 hergestellt.

Die Cuvée basiert auf den internationalen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot.

Beide Sorten sind insbesondere aus der französischen Weinregion Bordeaux bekannt. Bei Gesellmann werden sie unter den Bedingungen des Mittelburgenlands kultiviert und verarbeitet.

Bela Rex unterscheidet sich damit deutlich von Opus Eximium: Während dort österreichische Rebsorten im Mittelpunkt stehen, verbindet Bela Rex zwei international verbreitete rote Sorten.

Weitere Rotweine des Sortiments

Neben den bekannten Cuvées produziert Gesellmann mehrere reinsortige und eigenständig ausgebaute Rotweine.

◼ Blaufränkisch Creitzer Reserve Mittelburgenland DAC: Ein herkunftsbezogener Blaufränkisch aus dem Mittelburgenland.

◼ Blaufränkisch vom Lehm: Eine weitere Blaufränkisch-Abfüllung mit Bezug zur Bodenbeschaffenheit.

◼ Pinot Noir Ried Siglos: Ein Lagenwein aus der Rebsorte Pinot Noir.

◼ Syrah: Ein reinsortiger Rotwein aus einer international verbreiteten Rebsorte.

◇ Weitere Rotweine: Zweigelt, Merlot, Cabernet Sauvignon und die Cuvée zb.

Die Cuvée zb besteht aus Blaufränkisch und Zweigelt. Für den Jahrgang 2024 nennt die offizielle Beschreibung Kirschfrucht, Zwetschken und Kräuterwürze als aromatische Merkmale.

Weißweine und weitere Spezialitäten

Neben der Rotweinproduktion besitzt das Weingut ein eigenständiges Weißweinsortiment.

Besonders Chardonnay spielt dabei eine wichtige Rolle.

Chardonnay Ried Steinriegel

Der Chardonnay Ried Steinriegel gehört zu den bekannten Weißweinen von Gesellmann.

Die Trauben stammen aus steinigen Weinbergslagen an den Ausläufern eines ehemaligen Vulkangebiets.

Das Weingut setzt bei seinen Weißweinen je nach Produkt unterschiedliche Ausbauverfahren ein. Dazu gehören die Reifung im Edelstahltank sowie die Lagerung in neuen und gebrauchten Barriquefässern.

Chardonnay Ried Steinriegel wurde über mehrere Jahrgänge hinweg von Weinfachmedien bewertet.

Weitere Weißweine

Zum dokumentierten Sortiment gehören:

◼ Chardonnay: Eine weitere, eigenständige Abfüllung neben dem Lagenwein Steinriegel.

◼ Sauvignon Blanc: Die Reben stehen nach Angaben des Betriebs auf einem Nordhang.

◼ Grüner Veltliner: Ergänzt die Weißweinauswahl.

◼ hochberc weiß: Ein Gemischter Satz aus alten Rebanlagen.

◼ Cuvée SOL: Eine Weißweincuvée aus Chardonnay und Sauvignon Blanc.

Der hochberc weiß ist eine Besonderheit innerhalb des Weißweinsortiments. Bei einem Gemischten Satz wachsen unterschiedliche Rebsorten gemeinsam in einem Weingarten und werden zusammen verarbeitet.

Gesellmann beschreibt dafür alte Rebanlagen, in denen mehrere weiße Sorten vertreten sind.

Rosésekt und Süßweine

Das Sortiment umfasst außerdem einen Blaufränkisch Rosé Brut.

Bei den Süßweinen werden Beerenauslese und Trockenbeerenauslese aus der Rebsorte Sämling dokumentiert.

Diese ergänzen die klassischen Weiß- und Rotweine um weitere Weinarten.

Auszeichnungen und Prämierungen

Das Weingut Gesellmann wurde bei österreichischen und internationalen Weinbewertungen mehrfach ausgezeichnet.

Besonders die Rotweine G und hochberc erreichten in verschiedenen Jahrgängen hohe Bewertungen. Auch Chardonnay Ried Steinriegel wurde von Fachmedien ausgezeichnet.

Ausgewählte Auszeichnungen 2025 und 2026

◼ Falstaff Weinguide 2026: G 2021 erhielt 100 Punkte. Der hochberc 2022 wurde mit 97 Punkten und Bela Rex 2022 mit 96 Punkten bewertet.

◼ Falstaff Rotwein Guide 2026: G 2021 erreichte 99 Punkte und den ersten Platz in der Reserve Trophy Blaufränkisch.

◼ A la Carte Guide 2026: G 2021 wurde mit 100 Punkten bewertet. Der hochberc Blaufränkisch 2022 erhielt 98+ Punkte.

◼ Vinaria Trophy 2026: G 2021 erreichte am 25. Februar 2026 den zweiten Platz bei der Auszeichnung der besten Rotweine Österreichs.

◼ Decanter World Wine Awards 2026: Chardonnay Ried Steinriegel 2025 erhielt eine Goldmedaille.

Bewertungen weiterer Weine

Neben G und hochberc wurden auch andere Weine ausgezeichnet.

◼ Falstaff Weinguide 2026/27: G 2022 und hochberc 2023 erhielten jeweils 98 Punkte.

◼ Falstaff Weinguide 2026/27: Chardonnay Ried Steinriegel 2024 wurde mit 95 Punkten bewertet.

◼ Falstaff Rotwein Guide 2026: Bela Rex 2022 erreichte 96 Punkte.

◼ A la Carte Guide 2026: Chardonnay Ried Steinriegel 2023 erhielt 96 Punkte.

◇ Vinaria Weinguide 2026/27: G 2022 und hochberc 2023 wurden jeweils mit fünf Sternen bewertet.

Die Ergebnisse beziehen sich auf die jeweils geprüften Weine und Jahrgänge. Sie dokumentieren die Anerkennung unterschiedlicher Weinlinien des Betriebs durch Fachmedien und Weinwettbewerbe.

Was das Weingut besonders macht

Die Geschichte und Ausrichtung von Gesellmann sind von mehreren eigenständigen Entwicklungen geprägt.

Besonders wichtig ist die Kombination aus einer langen Familientradition und der gezielten Weiterentwicklung der Weinproduktion seit den 1980er-Jahren.

Zu den wesentlichen Merkmalen gehören:

◼ Familiengeschichte seit 1719: Das Gut wurde bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts urkundlich erwähnt.

◼ Pionierarbeit von Engelbert Gesellmann: Internationale Rebsorten und der Ausbau in französischen Barriquefässern gehörten zu seinen wichtigen Entwicklungsschritten.

◼ 50 Hektar Weinbaufläche: Die Familie bewirtschaftet dokumentierte Weinberge rund um Deutschkreutz.

◼ BIO-zertifizierte Weinproduktion: Seit dem Jahrgang 2015 entstehen biologisch zertifizierte Weine.

◼ Ausgewählte alte Rebstöcke: Für einzelne Weine werden Trauben von bis zu 90 Jahre alten Reben verwendet.

◇ Eigenständige Rotweinlinien: G, hochberc, Bela Rex und Opus Eximium unterscheiden sich hinsichtlich Rebsorten und Ausbaukonzept.

◇ Lange Reifung: G gehört zu den Weinen, deren Herstellung eine besonders lange Fasslagerung umfasst.

▸ Internationale Fachbewertungen: Die dokumentierten Auszeichnungen reichen von österreichischen Weinführern bis zu den Decanter World Wine Awards.

Diese Eigenschaften zeigen die Entwicklung eines Familienbetriebs, in dem traditionelle Rebsorten und internationale Weinbauansätze nebeneinander bestehen.

Fazit

Das Weingut Gesellmann in Deutschkreutz verbindet eine seit 1719 dokumentierte Familiengeschichte mit der Entwicklung des modernen burgenländischen Rotweinbaus. Besonders Engelbert Gesellmann und sein Sohn Albert prägten die Ausrichtung des Betriebs durch unterschiedliche Rebsortenentscheidungen und Ausbauverfahren.

Heute führen Albert und Silvia Gesellmann das Weingut mit rund 50 Hektar Rebfläche. Die biologisch zertifizierte Produktion, sorgfältige Handlese und gezielte Traubenselektion bilden wichtige Grundlagen ihrer Arbeit.

Mit G, hochberc, Opus Eximium und Bela Rex verfügt das Weingut über vier eigenständige Rotweinlinien. Ergänzt werden sie durch Chardonnay, Sauvignon Blanc, weitere Weißweine und Süßweine. Die dokumentierten Fachbewertungen geben zusätzliche Einblicke in die Entwicklung und Anerkennung einzelner Jahrgänge.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo befindet sich das Weingut Gesellmann?

Das Weingut Gesellmann befindet sich in der Langegasse 65 in 7301 Deutschkreutz im österreichischen Burgenland. Der Betrieb liegt im Weinbaugebiet Mittelburgenland, das insbesondere für die Rebsorte Blaufränkisch bekannt ist.

Seit wann gibt es das Weingut Gesellmann?

Das Gut Gesellmann wurde erstmals im Jahr 1719 urkundlich erwähnt. Seither wird die Weinbautradition innerhalb der Familie über mehrere Generationen fortgeführt. Wichtige Entwicklungen des modernen Rotweinsortiments erfolgten in den 1980er- und 1990er-Jahren.

Wer führt das Weingut Gesellmann?

Das Weingut wird von Albert und Silvia Gesellmann geführt. Auch ihre Kinder Francesca und Konstantin gehören zur Winzerfamilie. Ein wichtiger Wegbereiter des heutigen Sortiments war Engelbert Gesellmann, der Vater von Albert.

Welche Rebsorten verarbeitet das Weingut Gesellmann?

Zu den roten Rebsorten gehören Blaufränkisch, Zweigelt, St. Laurent, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir und Syrah. Bei den Weißweinen verarbeitet Gesellmann unter anderem Chardonnay, Sauvignon Blanc und Grünen Veltliner.

Was ist der Unterschied zwischen Opus Eximium und Bela Rex?

Opus Eximium ist eine Rotweincuvée aus den österreichischen Rebsorten Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent. Bela Rex besteht dagegen aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Die beiden Weinlinien wurden erstmals 1988 beziehungsweise 1992 hergestellt.

Welche Auszeichnungen hat das Weingut Gesellmann erhalten?

Der Wein G 2021 erhielt im Falstaff Weinguide 2026 und im A la Carte Guide 2026 jeweils 100 Punkte. Bei der Vinaria Trophy 2026 erreichte derselbe Jahrgang den zweiten Platz. Darüber hinaus erhielt Chardonnay Ried Steinriegel 2025 bei den Decanter World Wine Awards 2026 eine Goldmedaille.

Das Weingut auf einen Blick

◼ Weingut: Gesellmann

◼ Standort: Langegasse 65, 7301 Deutschkreutz, Burgenland, Österreich

◼ Weinbaugebiet: Mittelburgenland

◼ Erste urkundliche Erwähnung: 1719

◼ Betriebsführung: Albert und Silvia Gesellmann

◼ Weitere Familienmitglieder: Francesca und Konstantin Gesellmann

◼ Prägender Winzer: Engelbert Gesellmann (verstorben 2021)

◼ Rebfläche: Rund 50 Hektar

◼ Biologischer Weinbau: BIO-zertifizierte Weine seit dem Jahrgang 2015

◼ Wichtige rote Rebsorten: Blaufränkisch, Zweigelt, St. Laurent, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir und Syrah

◼ Weiße Rebsorten: Chardonnay, Sauvignon Blanc und Grüner Veltliner sowie weitere Sorten im Gemischten Satz

◇ Bekannte Weine: G, hochberc, Opus Eximium und Bela Rex

◇ Weitere Weine: Chardonnay Ried Steinriegel, Blaufränkisch Creitzer Reserve, Pinot Noir Ried Siglos und Cuvée SOL

◇ Weinbergsbewirtschaftung: Biologisch zertifizierte Produktion, Handlese und Traubenselektion

◇ Kellerwirtschaft: Maischegärung, Spontangärung bei ausgewählten Weinen und unterschiedliche Holzfassausbauverfahren

◇ Besonderheit: Verarbeitung von Trauben teilweise bis zu 90 Jahre alter Rebstöcke

▸ Auszeichnung: 100 Punkte für G 2021 im Falstaff Weinguide 2026 und A la Carte Guide 2026

▸ Weitere Prämierung: Goldmedaille für Chardonnay Ried Steinriegel 2025 bei den Decanter World Wine Awards 2026

Das Weingut Gesellmann ist ein traditionsreicher Familienbetrieb aus Deutschkreutz im Mittelburgenland. Seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1719 entwickelte sich das Weingut über mehrere Generationen weiter. Besonders die Rotweine G, hochberc, Opus Eximium und Bela Rex prägen das Sortiment. Die Familie verbindet biologisch zertifizierten Weinbau mit sorgfältiger Traubenselektion und unterschiedlichen Kellerverfahren.