Weingut Buchegger

Weingut Buchegger
Copyright: Buchegger

Das Weingut Buchegger hat seinen Sitz in Droß in Niederösterreich. Seine Weinberge liegen überwiegend in Gedersdorf im Weinbaugebiet Kremstal. Die Geschichte des Familienbetriebs reicht bis ins Jahr 1893 zurück. Heute stehen insbesondere Grüner Veltliner, Riesling und Weine aus ausgewählten Einzellagen im Mittelpunkt der Produktion.

Über viele Jahre prägte Walter Buchegger (1968–2018) die Entwicklung des Weinguts. Er übernahm den Betrieb 1994 von seinem Vater Leopold und entwickelte dessen Weinproduktion weiter. Nach seinem Tod im Juni 2018 übernahm seine Lebensgefährtin Silke Mayr gemeinsam mit Kellermeister Michael Nastl und dem bestehenden Team die Fortführung des Weinguts.

Seit 2020 bilden das Weingut Buchegger und der Vorspannhof Mayr einen gemeinsamen Betrieb unter dem Namen Vorspannhof Droß, wobei die Buchegger-Weine ihre eigenständige Linie behalten haben. Die lange Familiengeschichte, die Weinbergslagen rund um Gedersdorf und die zurückhaltende Arbeitsweise im Keller bestimmen das Profil der Weine.

Geschichte und Entwicklung des Weinguts

Die Geschichte der Familie Buchegger im Weinbau beginnt 1893. Bereits damals beschäftigte sich die Familie mit dem Anbau und der Verarbeitung von Weintrauben in Gedersdorf. Der Ort besitzt eine noch wesentlich ältere Weinbautradition: Seine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1190.

In dieser Zeit besaßen umliegende Stifte bereits Weingärten in der Gegend. Die Namen historischer Lagen wie Holzgasse und Moosburgerin sind bis heute erhalten geblieben.

Die Entwicklung des heutigen Weinguts ist eng mit drei Generationen der Familie Buchegger verbunden.

Wichtige Stationen der Betriebsgeschichte sind:

◼ 1893 – Beginn der Familiengeschichte im Weinbau: Seit diesem Jahr widmet sich die Familie Buchegger nach ihrer eigenen Chronik dem Weinbau.

◼ 1965 – Weinabfüllung durch Leopold Buchegger: Walter Bucheggers Vater begann, seinen selbst erzeugten Wein in Flaschen abzufüllen.

◼ 1994 – Übernahme durch Walter Buchegger: Walter übernahm den Betrieb seines Vaters und entwickelte die Vinifikation sowie die Arbeit mit den Kremstaler Weinbergslagen weiter.

◼ 2006 – Übersiedlung nach Droß: Der Weinkeller wurde von Gedersdorf nach Droß verlegt. Noch im selben Jahr erfolgte die erste Verarbeitung einer Ernte am neuen Standort.

◼ 2018 – Fortführung durch Silke Mayr: Nach dem Tod von Walter Buchegger im Juni 2018 übernahmen Silke Mayr und das bestehende Team die Weiterführung des Weinguts.

◼ 2020 – Zusammenschluss mit dem Vorspannhof Mayr: Beide Weingüter wurden unter dem gemeinsamen Betrieb Vorspannhof Droß zusammengeführt und führen ihre jeweiligen Weinlinien weiter.

Die Verlegung des Kellers nach Droß bedeutete keine Aufgabe der ursprünglichen Weinberge. Die Rebanlagen in Gedersdorf blieben erhalten und bilden weiterhin einen wesentlichen Bestandteil der Buchegger-Weine.

Von klassischen Weinen zur eigenen Sektproduktion

Walter Buchegger entwickelte nicht nur die stillen Weine des Betriebs weiter. Ab 2010 beschäftigte er sich zunehmend mit der Herstellung von Sekt und den Produktionsmethoden der Champagne.

2014 wurde der erste Grundwein für die eigene Sektproduktion gelesen. Daraus entstand die Buchegger Große Reserve 2014, ein Chardonnay-Sekt mit 36 Monaten Hefelagerung.

Auch bei den Rebsorten setzte Walter Buchegger Veränderungen um. In der Ried Tiefenthal wurden bestehende Merlot-Reben entfernt und durch Roten Veltliner ersetzt. Die erste Lese dieser Rebsorte erfolgte 2014. Seit 2015 gehört der daraus erzeugte trockene Wein zum Sortiment.

Diese Entwicklungen zeigen, wie der Betrieb seine traditionellen Weinbergslagen mit neuen Rebsortenentscheidungen und zusätzlichen Herstellungsverfahren verbunden hat.

Die Menschen hinter den Weinen

Walter Buchegger – prägender Winzer des Familienbetriebs

Walter Buchegger wurde 1968 geboren und verstarb im Juni 2018. Er wuchs in Gedersdorf auf und lernte die Grundlagen der Weinbereitung bereits in jungen Jahren von seinem Vater Leopold.

Mit der Betriebsübernahme im Jahr 1994 setzte er eigene Schwerpunkte in der Kellerwirtschaft. Seine Arbeit war insbesondere durch eine schonende Verarbeitung der Trauben und die Orientierung an den Eigenschaften der jeweiligen Weinbergslagen geprägt.

Walter Buchegger beschäftigte sich sowohl mit dem Ausbau klassischer Kremstaler Weißweine als auch mit neuen Ansätzen in der Weinbereitung. Dazu gehörten die Entwicklung des Roten Veltliners aus der Ried Tiefenthal und die spätere Sektproduktion.

Sein Einfluss zeigt sich bis heute in der Ausrichtung des Betriebs. Die Weinlinien werden unter Beibehaltung der von ihm entwickelten Grundsätze weitergeführt.

Silke Mayr – Fortführung und Entwicklung des Weinguts

Nach Walter Bucheggers Tod übernahm seine langjährige Lebensgefährtin Silke Mayr die Verantwortung für die Fortführung des Betriebs.

Sie war bereits zuvor in die betrieblichen Abläufe eingebunden und konnte bei der Weiterführung auf das eingespielte Team zurückgreifen.

Unter ihrer Leitung wurden die bestehenden Weinlinien fortgeführt. Mit dem Zusammenschluss von Buchegger und dem Vorspannhof Mayr im Jahr 2020 entstand ein gemeinsamer Betrieb mit zwei eigenständigen Markenlinien.

Michael Nastl – Kellermeister und Weinbereitung

Michael Nastl ist der Kellermeister des Weinguts Buchegger.

Er gehört zum Team, das die Fortführung des Betriebs nach 2018 sicherstellte. Seine Tätigkeit steht insbesondere mit der Herstellung und dem Ausbau der Weine in Verbindung.

Die Zusammenarbeit zwischen Silke Mayr, Michael Nastl und dem weiteren Team bildet die Grundlage für die kontinuierliche Produktion der Buchegger-Weine.

Herkunft, Weinberge und Terroir

Die Weinberge des Weinguts Buchegger liegen überwiegend in Gedersdorf im Kremstal. Die dokumentierte Rebfläche beträgt rund elf Hektar. Zusätzlich wurde im Laufe der Betriebsentwicklung ein Weingarten im benachbarten Kamptal aufgenommen.

Das Kremstal gehört zu den Weinbaugebieten Niederösterreichs. Die Region ist insbesondere für Grüner Veltliner und Riesling bekannt.

Die Weingärten von Buchegger sind durch unterschiedliche Bodenverhältnisse geprägt. Dazu gehören Lössböden sowie Böden aus verwittertem Konglomerat.

Die wichtigsten Weinbergslagen

Mehrere Rieden spielen in der Geschichte und im Sortiment des Weinguts eine besondere Rolle.

◼ Ried Moosburgerin: Eine historische Weinbergslage in Gedersdorf, die insbesondere für die Produktion von Riesling und Grüner Veltliner genutzt wird.

◼ Ried Vordernberg: Eine weitere Gedersdorfer Lage, aus der das Weingut einen eigenständigen Grünen Veltliner erzeugt.

◼ Ried Tiefenthal: Auf den Terrassen dieser Lage wurde die zuvor angebaute Rebsorte Merlot durch Roten Veltliner ersetzt. Die erste Ernte erfolgte 2014.

◼ Ried Holzgasse: Eine historische Herkunftsbezeichnung aus Gedersdorf, die auch im Weinsortiment des Betriebs verwendet wird.

◼ Ried Geppling: Eine Lage im Kamptal, aus der Buchegger einen Grünen Veltliner produziert hat. Für den dokumentierten Jahrgang 2019 wird Konglomeratboden als Herkunftsmerkmal genannt.

Die Rieden Moosburgerin, Vordernberg und Tiefenthal nehmen in der Geschichte des Weinguts einen besonderen Stellenwert ein. Nach den dokumentierten Angaben entfallen mehr als 70 Prozent der damaligen Weingartenfläche auf diese drei Lagen.

Löss und Konglomerat als Standortmerkmale

Die Herkunft der Weine ist eng mit den unterschiedlichen Bodenverhältnissen verbunden.

Löss ist ein feinkörniges, überwiegend durch Wind abgelagertes Sediment. Seine Fähigkeit, Wasser zu speichern, ist für den Weinbau von Bedeutung.

Konglomerat bezeichnet ein verfestigtes Gestein aus gerundeten Gesteinsfragmenten. Durch Verwitterung entstehen daraus unterschiedliche Bodenstrukturen, deren Eigenschaften vom jeweiligen Ausgangsgestein abhängen.

Für das Weingut sind diese geologischen Unterschiede ein wesentlicher Bestandteil seiner standortbezogenen Weinproduktion.

Auch die Ausrichtung der Weinberge spielt eine Rolle. Ein großer Teil der Rebanlagen befindet sich auf südlich ausgerichteten Flächen. Diese erhalten während der Vegetationsperiode eine entsprechende Sonneneinstrahlung und beeinflussen dadurch die Reifebedingungen der Trauben.

Weinbauphilosophie und Arbeitsweise

Die Weinbauphilosophie des Weinguts Buchegger wird auf der eigenen Website unter dem Leitgedanken „Die Kunst des Weglassens“ beschrieben.

Gemeint ist eine Arbeitsweise, bei der Eingriffe in die natürlichen Entwicklungsprozesse der Trauben und Weine gezielt begrenzt werden sollen. Gleichzeitig setzt der Betrieb zusätzliche Arbeitsschritte ein, wenn diese für die gewünschte Weinqualität notwendig erscheinen.

Diese Philosophie betrifft sowohl die Bewirtschaftung der Weinberge als auch die spätere Verarbeitung im Keller.

Bewirtschaftung der Weingärten

Buchegger beschreibt seine Arbeitsweise als kontrolliert integrierten Weinbau.

Zu den dokumentierten Maßnahmen gehören:

◼ Ausdünnen der Trauben: Im Sommer wird die Traubenmenge gezielt reduziert.

◼ Selektierte Verarbeitung: Für die Weinbereitung werden nach Angaben des Betriebs ausschließlich gesunde Trauben verwendet.

◼ Biologische Maßnahmen gegen Schaderreger: Der Betrieb beschreibt unter anderem den Einsatz von Nützlingen zur Regulierung von Schädlingen.

◼ Verzicht auf bestimmte Pflanzenschutzmittel: Nach eigenen Angaben werden bei der beschriebenen Bewirtschaftung keine Insektizide, Pestizide oder Herbizide eingesetzt.

Diese Angaben beschreiben die vom Weingut veröffentlichte Bewirtschaftungspraxis und sind nicht mit einer eigenständigen biologischen Zertifizierung gleichzusetzen.

Schonende Verarbeitung im Weinkeller

Auch im Keller verfolgt Buchegger einen zurückhaltenden Ansatz.

Ein wichtiges Verfahren ist die Ganztraubenpressung. Dabei werden die Trauben vor dem Pressen nicht vollständig entrappt, sondern als ganze Trauben verarbeitet.

Das Weingut verbindet dieses Verfahren mit dem Ziel, den Eintrag bestimmter Gerbstoffe und phenolischer Verbindungen in den Most zu begrenzen.

Weitere dokumentierte Merkmale der Kellerarbeit sind:

◇ Edelstahltankgärung: Die Gärung erfolgt bei entsprechend ausgebauten Weinen in Edelstahltanks.

◇ Begrenzte Eingriffe: Während der Gärung sollen nach dem Betriebskonzept unnötige Verarbeitungsschritte vermieden werden.

▸ Herkunftsorientierte Weinbereitung: Die Unterschiede zwischen Rebsorten und Weinbergslagen sollen in den fertigen Weinen erkennbar bleiben.

Die Kombination dieser Maßnahmen gehört zu den grundlegenden Arbeitsweisen des Weinguts Buchegger.

Die Weine des Weinguts Buchegger

Das Sortiment wird insbesondere von Grünem Veltliner und Riesling geprägt. Ergänzt werden diese Rebsorten durch Roten Veltliner, Chardonnay, Zweigelt und ausgewählte Cuvées.

Neben klassischen Stillweinen stellt der Betrieb auch Sekt her.

Grüner Veltliner – ein Schwerpunkt des Sortiments

Grüner Veltliner gehört zu den wichtigsten Rebsorten des Weinguts.

Buchegger verarbeitet die Sorte zu unterschiedlichen Weinen, deren Herkunft und Ausbau eine eigenständige Zuordnung ermöglichen.

Zu den dokumentierten Weinen zählen:

◼ Grüner Veltliner Holzgasse: Ein Wein aus der historischen Herkunft Holzgasse. Der Jahrgang 2019 wird vom Weingut als leicht und von einer ausgeprägten Säurestruktur geprägt beschrieben.

◼ Grüner Veltliner Ried Geppling: Für den Jahrgang 2019 nennt die offizielle Weinbeschreibung eine feinwürzige und mineralisch geprägte Stilistik. Die Trauben stammen von Konglomeratböden im Kamptal.

◼ Grüner Veltliner Pfarrweingarten: Ein kräftigerer Grüner Veltliner aus Gedersdorfer Weinbergen. In der Beschreibung des Jahrgangs 2019 wird insbesondere seine würzige Struktur hervorgehoben.

◼ Grüner Veltliner Ried Vordernberg 1ÖTW: Ein Lagenwein aus der Ried Vordernberg, der im aktuellen Sortiment des Betriebs geführt wird.

Die verschiedenen Herkunftslagen ermöglichen eine differenzierte Betrachtung der Rebsorte Grüner Veltliner innerhalb eines Weinbaubetriebs.

Riesling aus Gedersdorf

Auch Riesling ist ein wichtiger Bestandteil des Sortiments.

Die Rebsorte wird sowohl für Weine mit breiterer Herkunftsbezeichnung als auch für eigenständige Lagenweine genutzt.

Besonders relevant sind:

◼ Riesling Gedersdorf: Ein Riesling mit Herkunftsbezug zur Gemeinde Gedersdorf.

◼ Riesling Ried Moosburgerin 1ÖTW: Ein Wein aus einer der historisch dokumentierten Gedersdorfer Weinbergslagen.

Für den Riesling Ried Moosburgerin Erste Lage 2018 beschreibt die damalige Produktinformation eine saftige, elegante Struktur mit frischer Säure und einer dezenten Süße im Abgang.

Der Wein erreichte für diesen Jahrgang eine Bewertung von 94 Falstaff-Punkten.

Auch spätere Jahrgänge der Ried Moosburgerin wurden in Weinbewertungen berücksichtigt.

Roter Veltliner aus der Ried Tiefenthal

Eine besondere Entwicklung in der jüngeren Geschichte des Weinguts betrifft den Roten Veltliner.

Auf den Terrassen der Ried Tiefenthal wurden die bestehenden Merlot-Weingärten gerodet und anschließend mit Rotem Veltliner bepflanzt.

Die erste Ernte fand 2014 statt. Seit 2015 wird der daraus erzeugte trockene Wein angeboten.

Der Rote Veltliner Tiefenthal gehört damit zu jenen Weinen, deren Entstehung sich unmittelbar mit einer dokumentierten Entscheidung im Weinberg verbinden lässt.

Chardonnay, Zweigelt und Rotweincuvées

Neben seinen wichtigsten Weißweinrebsorten bietet Buchegger weitere Weinstile an.

◼ Chardonnay Reserve: Für den Jahrgang 2018 beschreibt das Weingut eine Verbindung aus dezenten Eichenaromen, würzigen Eigenschaften und Grapefruitnoten.

◼ Blauer Zweigelt Ried Weitgasse: Ein Rotwein aus der Ried Weitgasse. Der Jahrgang 2017 wird als fruchtbetont und saftig beschrieben.

◼ Gerrat: Eine Rotweincuvée aus Zweigelt und Merlot. Für den Jahrgang 2016 ist eine Reifung von eineinhalb Jahren im großen Holzfass dokumentiert.

◼ Rosé Terrassen: Ein Roséwein des Betriebs. Der Jahrgang 2019 wird in der offiziellen Beschreibung durch Fruchtigkeit und eine frische, straffe Struktur charakterisiert.

Diese Weine ergänzen die Weißweinschwerpunkte des Unternehmens und zeigen weitere dokumentierte Rebsorten und Ausbauverfahren.

Große Reserve Extra Brut – Sekt aus Chardonnay

Mit der Großen Reserve Extra Brut verfügt Buchegger über eine eigenständige Sektlinie.

Walter Buchegger begann 2010, sich intensiv mit der Sektproduktion auseinanderzusetzen. Der erste Grundwein dafür wurde 2014 geerntet.

Die Große Reserve 2014 wurde aus Chardonnay hergestellt und reifte 36 Monate auf der Hefe.

Die Herstellung von Sekt gehört damit zu den später hinzugekommenen Schwerpunkten des Familienbetriebs.

Auch in den folgenden Jahren wurde diese Weinlinie fortgeführt. Ein dokumentiertes Beispiel ist die Große Reserve Extra Brut 2019, die auf der aktuellen Website des Weinguts präsentiert wird.

Auszeichnungen und Prämierungen

Mehrere Weine des Weinguts Buchegger wurden von österreichischen und internationalen Weinfachmedien bewertet.

Die dokumentierten Ergebnisse betreffen sowohl klassische Weißweine als auch den hauseigenen Sekt.

Ausgewählte Bewertungen

◼ Riesling Ried Moosburgerin 1ÖTW 2023: Der Wein erhielt 95 von 100 Punkten im Falstaff Weinguide und wurde unter den besonders hoch bewerteten Weißweinen des Jahrgangs 2023 angeführt.

◼ Große Reserve 2019: Der Sekt erreichte 94 von 100 Punkten im Falstaff Weinguide.

◼ Grüner Veltliner Ried Vordernberg 1ÖTW 2021: Bei der Grand-Cru-Verkostung des Magazins A la Carte erreichte dieser Wein den zweiten Platz.

◼ Riesling Gedersdorf 2024: Bei einer Vinaria-Verkostung mittelgewichtiger Rieslinge belegte der Wein den fünften Platz.

◼ Große Reserve 2017: Beim Salon Österreich Wein 2025 wurde der Sekt mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass unterschiedliche Weine und Jahrgänge des Betriebs bei Fachverkostungen berücksichtigt wurden.

Anerkennung für die Sektproduktion

Auch frühere Jahrgänge der Sektlinie erhielten Fachbewertungen.

Die Große Reserve Extra Brut 2016 erreichte bei einer Vinum-Verkostung österreichischer Sekte 18,5 von 20 Punkten.

In der veröffentlichten Bewertung wurden insbesondere die Perlage, die Textur und die Länge des Sekts hervorgehoben.

Die Prämierung bezieht sich auf den konkret bewerteten Jahrgang und dokumentiert die fachliche Anerkennung dieses Produkts.

Was das Weingut besonders macht

Das Profil des Weinguts Buchegger wird durch seine lange Geschichte, die Konzentration auf bestimmte Kremstaler Weinbergslagen und die eigenständige Kellerphilosophie geprägt.

Besonders interessant ist die Verbindung zwischen der ursprünglichen Familiengeschichte in Gedersdorf und der heutigen Betriebsführung in Droß.

Mehrere Merkmale lassen sich klar voneinander unterscheiden:

◼ Weinbau seit 1893: Die Familie Buchegger beschäftigt sich seit mehr als 130 Jahren mit Weinbau.

◼ Prägende Betriebsführung durch Walter Buchegger: Von 1994 bis 2018 entwickelte er die Weinproduktion des Familienbetriebs wesentlich weiter.

◼ Konzentration auf Grüner Veltliner und Riesling: Diese beiden Rebsorten stehen im Mittelpunkt der Buchegger-Weine.

◼ Historische Weinbergslagen: Rieden wie Moosburgerin, Vordernberg und Holzgasse sind eng mit der Herkunft der Weine verbunden.

◼ Eigenständige Sektproduktion: Die Entwicklung der Großen Reserve begann mit dem 2014 geernteten Grundwein.

◇ Fortführung durch Silke Mayr und Michael Nastl: Nach 2018 blieb die bestehende Weinlinie unter neuer Leitung erhalten.

▸ Gemeinsamer Betrieb seit 2020: Das Weingut Buchegger und der Vorspannhof Mayr bilden den Vorspannhof Droß mit zwei Weinlinien.

Diese Besonderheiten zeigen eine Betriebsentwicklung, bei der Veränderungen in der Organisation und Weinproduktion mit der Bewahrung der historischen Herkunft verbunden wurden.

Fazit

Das Weingut Buchegger in Droß blickt auf eine Weinbaugeschichte zurück, die im Jahr 1893 begann. Besonders Walter Buchegger prägte die neuere Entwicklung des Familienbetriebs, bevor Silke Mayr und Kellermeister Michael Nastl nach seinem Tod im Jahr 2018 die Fortführung übernahmen.

Kennzeichnend sind die Gedersdorfer Weinbergslagen, die Konzentration auf Grüner Veltliner und Riesling sowie eine Weinbereitung, die auf schonende Verarbeitung und gezielte Eingriffe ausgerichtet ist. Rieden wie Moosburgerin, Vordernberg und Tiefenthal besitzen dabei eine wichtige Bedeutung.

Mit dem Zusammenschluss mit dem Vorspannhof Mayr im Jahr 2020 wurde der Betrieb organisatorisch weiterentwickelt. Die eigenständige Buchegger-Weinlinie verbindet seither ihre gewachsene Familiengeschichte mit der gemeinsamen Arbeit im Vorspannhof Droß.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo befindet sich das Weingut Buchegger?

Das Weingut Buchegger hat seinen Sitz in 3552 Droß 300 in Niederösterreich. Die Weinberge liegen überwiegend in Gedersdorf im Weinbaugebiet Kremstal. Zusätzlich gehört ein Weingarten im Kamptal zur dokumentierten Betriebsgeschichte.

Seit wann gibt es das Weingut Buchegger?

Die Familie Buchegger betreibt seit 1893 Weinbau. Leopold Buchegger begann 1965 mit der Flaschenabfüllung seiner Weine. Sein Sohn Walter übernahm den Betrieb 1994 und verlegte den Weinkeller im Jahr 2006 nach Droß.

Wer führt das Weingut Buchegger heute?

Nach dem Tod von Walter Buchegger im Juni 2018 übernahm seine langjährige Lebensgefährtin Silke Mayr gemeinsam mit dem bestehenden Team die Weiterführung. Michael Nastl ist als Kellermeister tätig. Seit 2020 bilden das Weingut Buchegger und der Vorspannhof Mayr einen gemeinsamen Betrieb.

Welche Rebsorten werden beim Weingut Buchegger angebaut?

Zu den wichtigsten Rebsorten gehören Grüner Veltliner und Riesling. Zusätzlich dokumentiert das Weingut den Anbau beziehungsweise die Verarbeitung von Rotem Veltliner, Chardonnay und Zweigelt. Bei der Rotweincuvée Gerrat wird außerdem Merlot verwendet.

Welche bekannten Weinbergslagen gehören zum Weingut Buchegger?

Zu den wichtigen Weinbergslagen zählen die Gedersdorfer Rieden Moosburgerin, Vordernberg und Tiefenthal. Auch die historischen Herkunftsbezeichnungen Holzgasse und die Ried Geppling sind mit Weinen des Betriebs verbunden.

Welche Auszeichnungen haben die Weine von Buchegger erhalten?

Der Riesling Ried Moosburgerin 1ÖTW 2023 erhielt 95 Falstaff-Punkte. Die Große Reserve 2019 wurde im Falstaff Weinguide mit 94 Punkten bewertet. Außerdem erreichte der Grüner Veltliner Ried Vordernberg 1ÖTW 2021 den zweiten Platz bei einer Grand-Cru-Verkostung des Magazins A la Carte.

Das Weingut auf einen Blick

◼ Weingut: Buchegger

◼ Standort: 3552 Droß 300, Niederösterreich, Österreich

◼ Weinbaugebiet: Kremstal, zusätzlich Weinbau im Kamptal

◼ Beginn der Familiengeschichte im Weinbau: 1893

◼ Historisch prägender Winzer: Walter Buchegger (1968–2018)

◼ Betriebsübernahme durch Walter Buchegger: 1994

◼ Übersiedlung des Weinkellers nach Droß: 2006

◼ Betriebsführung nach 2018: Silke Mayr mit dem bestehenden Team

◼ Kellermeister: Michael Nastl

◼ Zusammenschluss: Seit 2020 gemeinsamer Betrieb mit dem Vorspannhof Mayr unter dem Namen Vorspannhof Droß

◼ Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Roter Veltliner, Chardonnay und Zweigelt

◇ Wichtige Rieden: Moosburgerin, Vordernberg, Tiefenthal, Holzgasse und Geppling

◇ Weinbauschwerpunkte: Lagenweine aus dem Kremstal, insbesondere Grüner Veltliner und Riesling

◇ Arbeitsweise: Kontrolliert integrierter Weinbau, Ausdünnung der Trauben und schonende Ganztraubenpressung

◇ Weinbereitung: Unter anderem Edelstahltankgärung und eigenständige Sektproduktion

◇ Bekannte Weine: Grüner Veltliner Ried Vordernberg 1ÖTW, Riesling Ried Moosburgerin 1ÖTW und Große Reserve Extra Brut

▸ Auszeichnungen: Unter anderem 95 Falstaff-Punkte für den Riesling Ried Moosburgerin 1ÖTW 2023 und 94 Falstaff-Punkte für die Große Reserve 2019

Das Weingut Buchegger verbindet eine seit 1893 dokumentierte Familiengeschichte mit dem Weinbau in den niederösterreichischen Gebieten Kremstal und Kamptal. Seine wichtigsten Rebsorten sind Grüner Veltliner und Riesling. Unter der Leitung von Silke Mayr und mit Kellermeister Michael Nastl wird die eigenständige Buchegger-Weinlinie im gemeinsamen Betrieb Vorspannhof Droß fortgeführt.